See im Müritz-Nationalpark : Anwohner dürfen im See baden und segeln

Um Seen in Nationalparks gibt es immer wieder Streit.
Um Seen in Nationalparks gibt es immer wieder Streit.

Die Nutzung wird durch eine 25-Punkte-Vereinbarung geregelt.

svz.de von
10. Oktober 2018, 10:10 Uhr

Nach jahrelangen Verhandlungen gibt es eine Einigung für die Nutzung des Useriner Sees in der Mecklenburgische Seenplatte. Der See, der im Müritz-Nationalpark liegt, darf weiter von Anwohnern zum Baden und Segeln genutzt werden, teilten die Nationalparkverwaltung und die Gemeinde Userin in einer gemeinsamen Erklärung mit. Das sehe eine 25-Punkte-Vereinbarung vor. So bleiben drei Badestellen erhalten, es sollen maximal 30 Segelboote gleichzeitig auf dem See sein. Verbrennungsmotoren seien verboten.

Während auf den meisten Seen im Nationalpark der Schutz den Vorrang hat, sei hier „die Erholungsnutzung in abgewogener Form möglich“, hieß es vom Nationalpark. Auch campen und angeln soll an etlichen Stellen, auch an Stegen, erlaubt bleiben. Der Streit um die Nutzung hatte zwölf Jahre gedauert. Zuletzt hatte sich eine Arbeitsgruppe über zwei Jahre mit dem Thema beschäftigt. An vielen anderen Nationalparkseen gibt es immer wieder Streit zwischen Fischern, Tourismusbetrieben und der Nationalparkverwaltung.

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