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Veränderte Förderungen : Antrags-Stopp für Bauern

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Die Landwirte in MV müssen sich auf veränderte Förderungen für umweltfreundliche Bewirtschaftungsformen einstellen. Für bestimmte Maßnahmen des Landes können 2012 keine Anträge mehr gestellt werden.

Schwerin | Die Landwirte in MV müssen sich auf veränderte Förderungen für besonders umweltfreundliche Bewirtschaftungsformen einstellen. Für bestimmte Maßnahmen des Landes können 2012 keine neuen Anträge oder Erweiterungsanträge mehr gestellt werden, teilte das Ministerium gestern mit.

Grund sei, dass alle Mittel für die laufende EU-Förderperiode bis Ende 2013 bereits gebunden sind. Das betreffe etwa erosionsmindernde, bodenschonende Maßnahmen, die integrierte Obst- und Gemüseproduktion oder die Grünlandbeweidung durch Schafe und Ziegen. Die weitere Förderung hänge von der Zustimmung der EU-Kommission ab. Für die Zeit von 2007 bis 2013 stünden 275 Millionen Euro zur Verfügung.

Der ökologische Landbau ist von der Einschränkung nicht betroffen. Bio-Bauern können demnach Neu-, Erweiterungs- sowie Beibehaltungsanträge stellen, da die Eckdaten in den Vorschlägen der Europäischen Kommission für die Förderung des ökologischen Landbaus klar benannt und geregelt seien. Die ökologische Wirtschaftsweise werde im Rahmen des sogenannten Greenings anerkannt. Derzeit werden im Land 122 000 Hektar ökologisch bewirtschaftet.

Auch für die Anlage von Blühflächen für Bienen können Neu- und Erweiterungsanträge auf Förderung gestellt werden. Diese Flächen haben laut Ministerium eine besondere Bedeutung für die Erhaltung des Bienenbestandes und anderer Nützlinge. Betriebe, die sich bis 2012 zur naturschutzgerechten Grünlandnutzung verpflichtet haben, können dies um zwei Jahre verlängern.

In MV werden 190 000 Hektar besonders umweltfreundlich bewirtschaftet, das sind 15 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche.

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erstellt am 21.Dez.2011 | 10:16 Uhr

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