Wismar : Antiquarin entdeckt Brief von Maggie Thatcher

Antiquarin Katja Burmester zeigt den Brief. dpa
Antiquarin Katja Burmester zeigt den Brief. dpa

Einen vermutlich echten Brief der früheren britischen Premierministerin Margaret Thatcher an ihren Mann Denis hat eine Antiquarin in Wismar in einem Buch gefunden. Katja Burmester bestätigte entsprechende Berichte.

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13. September 2012, 07:59 Uhr

Wismar | Einen vermutlich echten Brief der früheren britischen Premierministerin Margaret Thatcher an ihren Mann Denis hat eine Antiquarin in Wismar in einem Buch gefunden. Katja Burmester, Inhaberin des Antiquariats "Schusterjunge" in der Hansestadt, bestätigte gestern entsprechende Berichte. "Für mich ist das Ding echt", sagte Burmester. Zu dieser Überzeugung bringe sie vor allem das Briefpapier mit Wappen, Adresse und allen Titeln Thatchers. Das Schreiben in DIN A5-Größe habe einmal zusammengefaltet in einer englischen Ausgabe von Thatchers Autobiografie "The Downing Street Years" (1993) gelegen, sagte Burmester.

In dem kurzen handschriftlichen Brief dankt die "Eiserne Lady" ihrem Ehegatten für dessen Beistand in den schweren Jahren. Ohne ihn und seine Unterstützung wäre sie sicher nie Premierministerin geworden, heißt es. Margaret Thatcher wurde 1925 geboren, von 1979 bis 1990 war sie als erste Frau Premierministerin des Vereinigten Königreiches.

Beim näheren Untersuchen der Autobiografie fiel der Antiquarin auf, dass sie einen Vorabdruck in der Hand hielt, ohne Impressum und ISBN-Nummer. Das allein mache das Buch schon wertvoller, sagte die 33-Jährige. "Ich stelle mir vor, Margaret Thatcher hat vor dem Erscheinen gesagt, ich brauche zehn oder 20 Exemplare für meine Leute", mutmaßte Burmester. Warum ausgerechnet das Buch, das Thatcher ihrem Ehemann widmete, in Wismar landete, ist noch ein Rätsel.

Sie wisse nicht, wie das Buch in ihren Bestand geraten sei, sagte die Antiquarin. Sie fand den Brief vor vier Wochen zufällig, als sie das Buch aussortieren wollte. Jetzt will sie es samt Brief meistbietend im Laden verkaufen. "Ich bin die Eigentümerin, ich habe das Buch bezahlt", sagte die 33-Jährige. Vielleicht lasse sie den Brief noch graphologisch untersuchen.

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