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Mecklenburg-Vorpommern

26. September 2017 | 05:56 Uhr

Golfplatz Vorbeck : Anlage bekommt Auszeichnung

vom

Der Deutsche Golfverband hat die Anlage bei Vorbeck ausgezeichnet. Auf dem 202 Hektar großen Areal sei es den Juroren zufolge sehr gut gelungen, eine attraktive Sportstätten in die natürliche Umgebung einzupassen.

svz.de von
erstellt am 04.Jun.2013 | 09:29 Uhr

Vorbeck | Bronze für den Golfplatz bei Vorbeck. Das ist aber kein dritter Platz, sondern das Maximum. Denn mehr als Bronze kann ein Einsteiger beim Umweltprojekt "Golf und Natur" des Deutschen Golfverbandes gar nicht erreichen. Winston-Golf erhält diese Auszeichnung, weil es auf dem 202 Hektar großen Areal gelungen ist, attraktive Sportstätten in der Natur zu schaffen.

Die Golfer haben dabei die Wahl. Sie können auf ihren Bahnen in einer norddeutschen Endmoränenlandschaft abschlagen oder ihrem Sport in den 2010 geschaffenen Dünen nachgehen. Mitten in Mecklenburg wurde damit eine Sportlandschaft angelegt, die an Schottland, den Ursprungsort des Golfens, erinnern soll. Dafür gab und gibt es in der Fachwelt viel Lob. Auch auf den von Anwohnern kritisch gesehenen, aufgeschütteten Kiesbergen an der Kreisstraße macht sich nach und nach die Natur breit. Gräser und Sträucher sprießen. Und das passiert nicht sinn- oder planlos. "50 bis 60 Prozent der Flächen eines Golfplatzes werden nur extensiv bewirtschaftet", weiß Dr. Gunther Hardt, der beim Deutschen Golfverband die Aktion "Golf und Natur" koordiniert. Damit gibt es genügend Platz, um Flora und Fauna freien Raum zu lassen oder sogar Biotope für besondere Tier- und Pflanzenarten zu schaffen. "Jeder Golfplatz ist aufgefordert, sich eigene Standards zu schaffen", betont Hardt. Konzept, Zielsetzung und Umsetzung werden vom Golfverband bewertet und prämiert. Schon mehr als 140 Golfplätze stellten sich freiwillig dieser Überprüfung. Pro Jahr kommen zehn bis zwölf Neulinge hinzu. Vorbeck schaffte es auf Anhieb auf dem Bronzerang. "Damit ist die größte Hürde genommen", betont Hardt. Er rät den Mecklenburgern, unbedingt dabei zu bleiben. In zwei Jahren kann es dann Silber und in weiteren zwei Jahren Gold geben. Auch die höchste Auszeichnung muss regelmäßig verteidigt werden. Wa rum er Winston-Golf so gute Chancen einräumt, verrät Dr. Gunther Hardt ebenfalls. Der Mann aus Süddeutschland war von der Vielfalt auf dem Platz überrascht. Er hatte ein kahles Land mit weiten Ackerflächen erwartet. Stattdessen lernte Hardt die norddeutsche Endmoränenlandschaft mit Söllen und Hecken kennen. Noch mehr staunte er aber über die bereits entstandenen Trockenrasenflächen und Ginsterwiesen in der Dünenlandschaft. Viele dieser Pflanzen haben sich allein ausgesät. An einigen Stellen halfen die Mitarbeiter von Winston-Golf mit Initialpflanzungen nach. Welche Vielfalt so entstanden ist, das war auch für Jan Lippke neu. Der zweite Mann in der Naturparkverwaltung für das Sternberger Seenland gehört mit zum Projektteam Golf und Natur. So kam er erstmals auf den Platz, den er bis vor ein paar Wochen nur vom Vorbeifahren kannte. "Dass zwischen den Golfbahnen der Natur so viel Platz zur Verfügung steht, hatte ich nicht erwartet", gesteht Lippke. Er ermuntert jeden Naturfreund, auch mal einen Blick hinter die Kiesberge zu werfen. Denn auf dem Golfplatz werden nicht nur bestehende Biotope erhalten, sondern auch neue geschaffen. So sollen Streuobstwiesen angelegt werden. Feldsteinhaufen könnten weiteren Tierarten Lebensraum bieten. Ganz wichtig dabei: "Die Biotope werden über die Golfbahnen miteinander verknüpft", so Greenkeeping-Manager Andy Matzner, der das Projekt in Vorbeck betreut. Und nicht nur das: Der Golfplatz liegt nicht nur im Naturpark, die Verantwortlichen um Direktorin Jenny Elshout sehen ihn auch als festen Bestandteil dieser Region und wollen diese bereichern.

Auch Dr. Gunther Hardt unterstreicht, dass Golf immer und überall ein Sport in der Natur ist. Ein schonender Umgang mit den Ressourcen wie Landschaft, Fläche und Wasser sei unbedingt zu beachten. Der Einsatz von Dünger soll auf die Flächen beschränkt werden, auf denen es unbedingt nötig ist. Aber auch Sicherheitskonzepte und Notfallpläne für Angestellte und Gäste gehören auf den weitläufigen Golfplätzen unbedingt dazu. Das alles wird deshalb beim Projekt Golf und Natur betrachtet und bewertet. "Wir haben unsere Hausaufgaben erledigt und dafü r die Bestnote erhalten", fasst Jenny Elsho ut zusammen. Und die Direktorin verspricht, dass Winston-Golf auf diesem Weg weitermachen wird.

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