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Bürgerinitiative fordert mehr Sicherheit : Angst vor einem tödlichen Irrtum

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Mitten durch Zahrensdorf führt die stark befahrene B 5. Eine Ampelanlage soll Fußgängern in Höhe der Bushaltestelle ein sicheres Überqueren der Straße garantieren. Diesen Anspruch erfüllt sie nur ungenügend.

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erstellt am 06.Jan.2012 | 07:23 Uhr

Zahrensdorf | Das alte Pfarrhaus und gegenüber die Dorfkirche mit dem umliegenden Friedhof sind zwei Orte, die das Bild von Zahrensdorf und das Leben der Menschen hier entscheidend mit prägen. Mitten durch dieses geistige und lebendige Zentrum führt die stark befahrene B 5. Eine Ampelanlage soll Fußgängern in Höhe der Bushaltestelle ein sicheres Überqueren der Straße garantieren.

Diesen Anspruch erfüllt sie aber nur ungenügend. Besorgte Eltern und Anwohner fürchten um die Sicherheit der Kinder in Neu Gülze und Zahrensdorf. Erhöhtes Verkehrsaufkommen, rücksichtslose Fahrer und Raserei führten wiederholt zu gefährlichen Situationen. Lkw halten die für sie vorgeschriebenen 30 km/h nicht ein, Pkw sind schneller als mit Tempo 50 unterwegs, und rote Ampelphasen werden ignoriert. Ein Elternpaar aus Neu Gülze kann berichten: Eines Tages kam dessen Sohn mit dem Schulbus an die Haltestelle, drückte die Ampel und wollte, als diese Grün für ihn zeigte, die Straße überqueren. Im gleichen Moment erreichte ein Auto so schnell die Ortschaft, dass dessen Fahrer trotz Rotphase nicht mehr rechtzeitig bremsen konnte und beinahe das Kind erfasst hätte. Der Junge dachte, bei Grün kann er gehen. Das wäre um ein Haar ein tödlicher Irrtum gewesen.

Das ist leider kein Einzelfall, bestätigt Christina Jonassen. Seit beinahe vier Jahren ist sie als Pastorin der Kirchgemeinde tätig und hat von ihrem Pfarrhaus schon einige brenzlige Situationen beobachten müssen. Ohne langes Zögern stimmte sie zu, sich mit in einer Bürgerinitiative zu engagieren, die sich für mehr Sicherheit der Fußgänger an der B 5 einsetzt. Tempo 30 für alle Fahrzeuge in Neu Gülze und Zahrensdorf sowie regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen gehören zu den zentralen Forderungen, sagt Andrea Jordt. Die Mutter von zwei Kindern gehört ebenso zu den Sprechern, wie Frank Ahlers. Der hat als Mitglied der Initiative gegen Mautumfahrung auf der B 5 diesbezüglich seit rund drei Jahren etliche Erfahrungen mit dem Umgang der Behörden gesammelt.

Die Sprecher der Bürgerinitiative treffen sich an jedem zweiten Dienstag im Monat um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Neu Gülze.


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