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Glück im Unglück : Angler nach 27 Stunden auf See gerettet

vom

Es war großes Glück. 27 Stunden trieb ein Angler bei unruhiger See und eisigen Temperaturen mit einem manövrierunfähigen Boot auf der Ostsee, als ihn eine Korvette der Marine sichtete. Kurz vor der Rettung stürzte er auch noch ins Wasser.

svz.de von
erstellt am 12.Okt.2015 | 21:47 Uhr

Ein in Seenot geratener Angler ist nach 27 Stunden auf dem Meer vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns gerettet worden. Er war in einem drei Meter langen Boot unterwegs, das manövrierunfähig geworden war, wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger am Montagabend mitteilte. Fünf Seemeilen (neun Kilometer) nördlich von Rerik sei er durch die Besatzung der Korvette „Braunschweig“ der Deutschen Marine gerettet worden.

Nach ersten Erkenntnissen war der 29-jährige Mann, der in Rostock Nautik studiert, am Sonntagmittag zum Angeln auf die Ostsee gefahren.

Vor der Küste verlor der Außenborder des Bootes den Propeller. Das Boot sei vom Wind rausgetrieben worden. Hilfe konnte der Mann nicht rufen, da der Akku seines Mobiltelefons leer war.

Über Nacht trieb das Boot den Angaben zufolge bei eisigem Wind und Temperaturen um zwei Grad 30 Kilometer bis nördlich von Rerik. Dort sichtete der junge Mann am Montagnachmittag die „Braunschweig“. Er habe einen Putzlappen an seine Angel gebunden und gewunken, wie es weiter hieß. Dabei stürzte er jedoch über Bord. Mit Mühe sei es ihm gelungen, wieder in sein Boot zu kommen.

Auf der Korvette war das Angelboot jedoch bemerkt worden. Mit dem ausgesetzten Beiboot holte die Schiffsbesatzung den jungen Mann an Bord, wo er ärztlich versorgt wurde. Von dort wurde er an die Seenotretter der Freiwilligenstation Kühlungsborn der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) übergeben, die ihn zur ärztlichen Versorgung an Land brachten. Mit Unterkühlungserscheinungen wurde er direkt in ein Krankenhaus gebracht.

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