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Mecklenburg-Vorpommern

18. Dezember 2017 | 10:16 Uhr

P+S-Werften : Angespartes Vermögen futsch

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

P+S-Schiffbauer mit Klage um Altersteilzeitkapital gescheitert

svz.de von
erstellt am 20.Mai.2016 | 06:00 Uhr

Ehemalige Schiffbauer der pleitegegangenen P+S-Werften sind mit einer Klage um die Zahlung ihres angesparten Altersteilzeitkapitals gegen die frühere P+S-Geschäftsführung endgültig gescheitert. Wie der IG-Metall-Bevollmächtigte Guido Fröschke gestern sagte, ist eine Revision vom Bundesarbeitsgericht abgewiesen worden. Man warte nun die schriftliche Urteilsbegründung ab und entscheide dann, ob Klage vor dem Bundesverfassungsgericht eingereicht werde.

Nach der Pleite der P+S-Werften im August 2012 standen 136 ältere Mitarbeiter vor dem finanziellen Verlust ihres angesparten Geldes. Sie hatten über drei Jahre auf einen Teil ihres Lohnes verzichtet, der in der anschließenden Freizeitphase ausgezahlt werden sollte.

Insgesamt wurden so 3,8 Millionen Euro zurückgestellt. Mit der Pleite der P+S-Werften ging das Geld verloren. Die Arbeiter warfen der P+S-Geschäftsführung vor, das angesparte Vermögen nicht ausreichend gegen Insolvenz gesichert zu haben. Ein Teil der Zahlungen - rund 2,7 Millionen Euro, für die die P+S-Geschäftsführung einen Vertrag mit der R+V-Versicherung abgeschlossen hatte, wurde von der Versicherung übernommen. Auf den Rest des Geldes – rund 1,1 Millionen Euro – müssen die ehemaligen P+S-Werftler weiter verzichten. Auch die Versicherung klagte bislang vergeblich gegen die letzten P+S-Chefs, um sich so das Geld zurückzuholen.

Die IG Metall sieht eine Ungleichbehandlung von Altersteilzeit- zu anderen Langzeitkonten, die gegen Insolvenz ausreichend abgesichert werden müssen und erwägt deshalb eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht, wie Fröschke sagte. Die betroffenen Arbeitnehmer waren bereits 2015 mit einer Klage vor dem Landesarbeitsgericht gescheitert.

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