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Mecklenburg-Vorpommern

17. November 2017 | 22:31 Uhr

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erstellt am 24.Okt.2007 | 08:14 Uhr

Die zivile Konfliktbewältigung muss Vorrang haben, Atomwaffen taugen nicht zur Abschreckung und die Auslandseinsätze der Bundeswehr sollten auf das Nötigste beschränkt werden. So lauten die friedenspolitischen Maximen, mit denen die Evangelische Kirche in Deutschland gestern an die Öffentlichkeit getreten ist.
Nüchtern und nachdenklich wirkt die neue EKD-Denkschrift - und manchem evangelischen Christen aus den Kreisen der Friedensbewegung in der ehemaligen DDR wird die erste Stellungnahme der EKD zur Friedensethik seit 1981 vielleicht auch etwas aufstoßen. Denn denkt man an die Bürgerbewegung in den letzten Jahren des real existierenden Sozialismus, an Parolen
wie "Schwerter zu Pflugscharen" oder "Frieden schaffen ohne Waffen" und den Fall der Mauer 1989, kommt der neue Text eher angepasst und harmlos daher.
Doch die Zeiten haben sich gewandelt. Die lebhaften Auseinandersetzungen, die es Anfang der 1990er-Jahre vor allem in den ostdeutschen Landeskirchen um die Frage der Militärseelsorge und die Teilnahme von Pfarrern an den Bundeswehreinsätzen im Ausland gab, sind mittlerweile auch in der EKD Geschichte. Und in einer Demokratie können sachliche Stellungnahmen mitunter mehr bewirken als hitzige Realität.

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