Einbruch in Dönergeschäft : Angeklagte wussten von Reizgasplan des Komplizen

 

 

Im Prozess um einen Einbruch in ein Döner-Bistro, bei dem ein Einbrecher in Neubrandenburg erschossen wurde, sind weitere Details bekannt geworden.

von
07. September 2018, 15:15 Uhr

Im Prozess um einen Einbruch in ein Döner-Bistro, bei dem ein Einbrecher in Neubrandenburg erschossen wurde, sind weitere Details bekannt geworden. So sollen die beiden Angeklagten schon vor dem Einbruch am 1. März gewusst haben, dass ihr Bekannter Pfefferspray mitnahm und dieses auch für eine Flucht einsetzen wollte, wie ein Polizist am Freitag als Zeuge am Landgericht Neubrandenburg aussagte. Das hätten die Angeklagten kurz nach dem tödlichen Vorfall bereits in Vernehmungen bei der Polizei angegeben. Bei dem Vorfall hatte der 27-Jährige das Spray gegen einen Polizisten eingesetzt, der dann auf ihn schoss.

Den beiden 40 und 27 Jahre alten Angeklagten aus Berlin wird schwerer räuberischer Diebstahl mit Waffen vorgeworfen. Den Einbruch mit ihrem getöteten Komplizen haben sie vor Gericht auch schon gestanden, wollen von dem Spray aber nichts gewusst haben.

Sie wurden von der Polizei überrascht

Die Männer aus der türkischen Szene hatten nachts gegen 0.10 Uhr den Eingang des Döner-Imbisses in der Neubrandenburger Oststadt aufgebrochen, um im Keller Geld aus einem Spielautomaten zu stehlen.

Die Gruppe wurde mit rund 35 000 Euro und Schmuck als Beute aber von Polizisten überrascht. Der Neffe des 40-Jährigen habe dann Pfefferspray eingesetzt, um zu flüchten, hieß es. Dabei war er erschossen worden. Sollten die Richter zu der Meinung kommen, dass die Angeklagten vorher von dem Spray gewusst haben, drohen ihnen höhere Haftstrafen. Motiv für den Einbruch sei Geldnot gewesen, hatte beide Angeklagte angegeben. Der Prozess soll am 19. September fortgesetzt werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen