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Artenvielfalt in MV : Amphibien und Reptilien schützen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Alle Arten sind vom Aussterben bedroht. Auch einige Ackerpflanzen seien in den vergangenen 50 Jahren um bis zu 99 Prozent zurückgegangen.

svz.de von
erstellt am 03.Mär.2017 | 08:00 Uhr

Sämtliche Amphibien- und Kriechtierarten in Mecklenburg-Vorpommern sind nach Angaben der Grünen gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Zu den Amphibien zählen Frösche, Kröten und Salamander, zu den Reptilien Eidechsen, Schlangen und Schildkröten.

Die Grünen im Land forderten am Donnerstag vor dem Internationalen Tags des Artenschutzes am 3. März, mehr für den Schutz der Arten zu tun und vor allem den Einsatz von Pestiziden drastisch zu verringern.

Auch die Hälfte aller Pflanzen- und Säugetierarten ist nach Angaben der Grünen gefährdet. Es gebe besorgniserregend wenige Insekten.

Einige Ackerpflanzen seien in den vergangenen 50 Jahren um bis zu 99 Prozent zurückgegangen. Einzelne Erfolge des Naturschutzes, wie die Rückkehr des Wolfes oder die Entwicklung der Seeadler, könnten nicht darüber hinwegtäuschen, dass im Bereich Artenvielfalt keinerlei Kehrtwende in Sicht ist, hieß es. Notwendig sei eine veränderte Landbewirtschaftung. Ausgeräumte und überdüngte Agrarlandschaften würden nicht genügend Nahrung und Lebensraum bieten.   Die Grünen fordern daher, die Menge der ausgebrachten Pestizide zu erfassen. Ihr Einsatz müsse um 20 Prozent pro Hektar bis 2020 reduziert werden. Sie fordern zudem ein Förderprogramm für den flächendeckenden Naturschutz auf landwirtschaftlichen Flächen. Die EU-Agrarfördermittel müssten gezielter mit Blick auf den Natur- und Umweltschutz in der Landwirtschaft eingesetzt werden. Die Grünen unterstützen die Europäische Bürgerinitiative, die ein Verbot von Glyphosat, die EU-weite Reduktion von Pestiziden auf dem Acker und eine unabhängige wissenschaftliche Bewertung der Wirkstoffe fordert.

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