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An vielen Schulen in MV droht der Unterricht auszufallen : Am Montag streiken die Lehrer

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"Wir streiken": Solche Plakate klebten gestern zuhauf an Berliner Schulen. So könnte es auch nächste Woche in MV aussehen. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hat die Lehrer zu ganztägigen Warnstreiks aufgerufen.

svz.de von
erstellt am 18.Feb.2013 | 07:18 Uhr

Schwerin | "Wir streiken": Solche Plakate klebten gestern zuhauf an Berliner Schulen. So könnte es auch nächste Woche in Mecklenburg-Vorpommern aussehen. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat die Lehrer zu ganztägigen Warnstreiks aufgerufen. Am kommenden Montag sollen zunächst die Lehrer des Schulamtes Schwerin in den Ausstand treten. Dienstag sollen dann im Bereich Neubrandenburg, am Mittwoch im Amtsbezirk Greifswald und am Donnerstag in der Region Rostock die Kollegen ihre Arbeit niederlegen, sagte die GEW-Landesvorsitzende Annett Lindner gestern in Schwerin.

Die GEW rechne mit einer großen Beteiligung an den Warnstreiks. "Die Stimmung in den Kollegien ist sehr aufgeheizt", betonte Lindner. An vielen Schulen im Land könnte dann jedoch der Unterricht ausfallen. In Briefen sollen die Eltern über die Lage an den Schulen informiert werden. Aber auch die Pädagogen sollen in den Schulen Eltern und Schüler informieren. Die Gewerkschaft rief die Lehrer auf, mit den Schülern über die Streikmaßnahmen zu sprechen. Für die Grund- und Förderschulen werde heute mit dem Bildungsministerium über Notdienste für den Fall, dass Schulen vollständig bestreikt werden, verhandelt. Damit wäre dann eine Notbetreuung gesichert. Schließlich haben wir auch Verantwortung für die Kinder, sagte Daniel Taprogge, Referent für Tarifpolitik bei GEW. Beim letzten Lehrerstreik traten mehr als die Hälfte der Lehrer im Land in den Ausstand und an vielen Schulen fand der Unterricht nur eingeschränkt statt oder fiel aus.

In einer bundesweiten Warnstreikwelle des öffentlichen Dienstes fordert die GEW gemeinsam mit der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, der Gewerkschaft der Polizei (GdP) und dem Beamtenbund 6,5 Prozent mehr Gehalt für die Beschäftigten. Zudem will die GEW eine tarifliche Eingruppierung der Lehrer erstreiken. Grund- und Realschullehrer dürften künftig nicht mehr schlechter gestellt sein als Gymnasiallehrer, so Lindner. Die tarifliche Eingruppierung werde im öffentlichen Dienst nur für die Lehrer durch die Bundesländer unterschiedlich gehandhabt. Sie geschehe "nach Gutsherrenart". "Diesen vordemokratischen Zustand wollen wir beenden."

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