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Mecklenburg-Vorpommern

23. Oktober 2017 | 02:51 Uhr

Studie : Am häufigsten erbt in MV das Land

vom
Aus der Onlineredaktion

Erbschaften für Hinterbliebene fallen eher gering aus

svz.de von
erstellt am 18.Jun.2017 | 04:55 Uhr

Die Mecklenburger und Vorpommern erben im bundesweiten Vergleich seltener und weniger als Hinterbliebene in anderen Bundesländern. Das geht aus einer repräsentativen Studie der Quirin Privatbank und des Marktforschungsinstituts YouGov zu Erbschaften in Deutschland hervor. Demnach hat nur etwa jede sechste Erbschaft (17 Prozent) im Nordosten einen Wert von mehr als 50 000 Euro – der Bundesdurchschnitt liegt dagegen bei 27 Prozent. Noch seltener sind in MV sechsstellige Erbschaften. Nur rund acht Prozent der Nachlässe in MV liegen über 100 000 Euro. In Hessen dagegen hat rund jeder vierte Erbe eine Erbschaft in dieser Höhe gemacht.

Große Erbschaften ab 100 000 Euro kommen laut Studie im Westen fast dreimal so häufig vor wie im Osten. „Es ist anzunehmen, dass die Vermögensbildung in den neuen Bundesländern erst mit und nach der Wende so richtig begonnen hat“, erklärt eine Sprecherin der Quirin-Bank das starke Gefälle.

Auch bei der Häufigkeit der Erbschaften gibt es Unterschiede. Regionale Spitzenreiter sind die Bayern, wo 38 Prozent der Erwachsenen etwas geerbt haben. Beim Schlusslicht Mecklenburg-Vorpommern war es dagegen nur jeder Dritte (31 Prozent). Befragt wurden für die Studie bundesweit 7400 Erwachsene.

Am häufigsten erbt in Mecklenburg-Vorpommern das Land. Etwa 40 Nachlässe fallen dem Staat durchschnittlich pro Jahr zu. Selten handelt es sich dabei um größere Summen oder Wertgegenstände. Der Staat bekommt meistens die Nachlässe überschuldeter Menschen übertragen. Zu diesen Erbschaften gehören auch Immobilien und Grundstücke. Die Objekte fallen ans Land, wenn kein Erbe ermittelt werden kann oder Hinterbliebene den Nachlass ausschlagen, etwa weil sie so zu hohe Kosten befürchten.

Die sogenannten Fiskalerbschaften bedeuten für das Land vor allem eins: Sie bringen nur geringfügige Einnahmen, sind aber mit einem hoher Verwaltungsaufwand verbunden. Handelt es sich bei der Fiskalerbschaft um eine Immobilie, muss das Land zunächst alle Aufgaben des ehemaligen Eigentümers übernehmen. Dazu gehören auch Versicherungs- und Anliegerbeiträge.

Infografik: Im Westen erbt man mehr | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista 

Erbschaftssteuer  MV: Einnahmen des Landes

2013 9 237 593 €
2014 11 058 007 €
2015 11 633 713 €
2016 12 150 565 €

 

     Quelle: Finanzministerium MV

 

 

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