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Mecklenburg-Vorpommern

22. November 2017 | 23:27 Uhr

Breitbandausbau : Alle MV-Anträge genehmigt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Alle 24 Anträge aus der ersten Förderrunde durchgewunken. Doch noch ist unklar, wie viel Geld es vom Bund gibt.

svz.de von
erstellt am 22.Apr.2016 | 21:00 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern hat in der ersten Förderphase für den Breitbandausbau einen Volltreffer gelandet. Nach Angaben von Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD) wurden alle 24 Anträge, die in Mecklenburg-Vorpommern gestellt wurden, berücksichtigt. Das sei ein großer Erfolg für das Land und eine riesige Anerkennung für die Arbeit der Landkreise, Gemeinden und des Breitbandkompetenzzentrums, sagte Pegel am Freitag.

Am Donnerstag will Bundesinfrastrukturminister Alexander Dobrindt (CSU) die Förderbescheide für die erste Phase zum Breitbandausbau übergeben. Bis dahin bleibe es spannend, weil erst dann klar sei, welchen Fördersatz und welche maximalen Summen der Bund gewähren werde, sagte Pegel.

Der Landkreis Vorpommern-Rügen setzt darauf, dass der Bund die beantragten 80 Millionen Euro in voller Höhe bereitstellt. Mit dem Geld, ergänzt um Landes- und Gemeindemittel, könne dann das gesamte Festland des Kreises flächendeckend mit schnellem Internet erschlossen werden. Damit sei der Kreis deutschlandweit Spitzenreiter, sagte der Sprecher des Kreises, Olaf Manzke.

Für Teile von Rügen hatte der Zweckverband einen Antrag gestellt, der ebenfalls genehmigt worden sei. Für die zweite Förderrunde sollen nun in den anderen fünf Kreisen die Anträge zügig vorangebracht werden.

Den Grund für die Genehmigung all seiner beantragten Projekte sieht der Kreis Vorpommern-Rügen in der professionellen Vorbereitung. „Wir waren bereits an dem Thema Breitband dran, bevor der Bund das Milliarden-Programm aufgelegt hat“, sagte Manzke. Als der Bund dann das Programm angekündigt habe, wurde eine Arbeitsgruppe mit Juristen, Wirtschaftsförderung und einem Experten für Breitband gegründet, so dass schnell qualifizierte Anträge erarbeitet werden konnten. „Das war ein Windhundrennen und wir waren offenbar sehr schnell.“ Probleme bereitet dem Kreis nun, wie die Gemeinden die Eigenanteile für den Breitbandausbau aufbringen können. Der Bund stellt maximal 70 Prozent der Kosten bereit, das Land 20 Prozent. Die Gemeinden seien mit 10 Prozent der Kosten überfordert, sagte der Kreissprecher. Nun wird auf Unterstützung durch das Land gehofft

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