Ex-Müritz-Hotel in Klink : Alle Löcher gebohrt: DDR-Vorzeigehotel kann gesprengt werden

Am ehemaligen Müritz-Hotel in Klink haben die Vorbereitungen für den Abriss begonnen.
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Am ehemaligen Müritz-Hotel in Klink haben die Vorbereitungen für den Abriss begonnen.

Der für Donnerstag geplanten Sprengung des Ex-Müritz-Hotels steht so gut wie nichts mehr im Wege

svz.de von
26. September 2017, 08:00 Uhr

Der für diesen Donnerstag geplanten Sprengung des Ex-Müritz-Hotels in Klink (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) steht so gut wie nichts mehr im Wege. „Der Ausbau der Schad- und Wertstoffe ist beendet, die Sprengstoffbohrungen sind auch fertig“, erklärte Bauleiter Andreas Fricke der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Nun arbeiteten nur noch der Sprengmeister und sein Team in dem zehngeschossigen Gebäude, das weiträumig abgesperrt ist. Das einstige DDR-Vorzeigehotel mit Schwimmhalle und 45 Hektar Wassergrundstück gehört der Berliner Avila-Gruppe.

Es war 1974 mit viel staatlicher Aufwartung in Betrieb gegangen und soll nach langem Streit einem Neubau weichen. Am Donnerstag werden deshalb die Bundesstraße 192 zur Autobahn 19 und der vielbefahrene Müritz-Radweg gesperrt. Mit 380 Kilogramm Sprengstoff in 1500 Löchern soll das dreiflügelige Gebäude, das in ganz Ostdeutschland bekannt ist, zum Fallen gebracht werden. „Das Interesse ist sehr groß“, erklärte Manfred Geilfuß, der für die Avila-Gruppe die benachbarte Reha-Klinik leitet.

Die Veranstalter erwarten mehr als 1000 Schaulustige, die in 300 Metern Abstand zusehen und die Sprengung über Leinwände mitverfolgen können. Die spektakulären Bilder sollen Drohnen liefern. Viele Firmen bieten wegen der Sicht von See her auch Schifffahrten an. Die Abrisskosten mit Sprengung werden auf 2,5 Millionen Euro geschätzt. 

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