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Souvenir aus dem Landtag : Alle 71 Parlamentsstühle versteigert

vom
Aus der Onlineredaktion

Landtag spendet Erlös von 4653 Euro für einen guten Zweck

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erstellt am 12.Okt.2017 | 05:00 Uhr

Der materielle Wert ist eher gering, aber sie haben Parlamentsgeschichte erlebt. Die 71 Stühle der Landtagsabgeordneten im alten Plenarsaal des Schweriner Schlosses sind erfolgreich versteigert worden. „Wir hatten deutlich mehr Bieter als Stühle“, sagte gestern Armin Tebben, Direktor des Landtages, gegenüber unserer Redaktion.

Auf den Seiten des Parlaments konnte bis zum 31. August schriftlich geboten werden. Inzwischen wurden alle Zuschriften ausgewertet. 4653 Euro hat die Auktion insgesamt eingebracht. Das höchste Gebot für einen Stuhl lautete 351 Euro. „Unter den Bietern waren Unternehmen aus der Gastronomie und dem Hotelwesen, aber auch viele Privatpersonen“, berichtete der Direktor. Auch aktuelle und ehemalige Abgeordnete hätten Stühle vermutlich als Erinnerungsstücke erworben.

Mit dem Umzug der Volksvertreter in den neuen Plenarsaal hatte man für die viele Jahre alten Sitze mit rotem und weißem Stoffbezug keine Verwendung mehr. Doch statt sie auf dem Müll zu entsorgen, entschied sich der Landtag für die Auktion.

„Drei Stühle hatten wir bereits auf unserem Sommerfest versteigert“, so Armin Tebben. Das habe die Verwaltung schließlich auf die Idee gebracht, auch die anderen Sitze meistbietend unters Volk zu bringen.

Die Erlöse der Versteigerung kommen der Initiative „WIR. Erfolg braucht Vielfalt“ zugute, heißt es vom Landtag. Das Bündnis gegen Rassismus und Extremismus wurde auf Initiative der Unternehmensverbände, des DGB, der Kirchen und des Landtages ins Leben gerufen.

Auch das andere Mobiliar des alten Plenarsaals landete nicht auf dem Müll und fand reißenden Absatz. Die Stühle für Besucher und Journalisten bekommt das Jugendtheater Parchim und das Rednerpult geht an den Landesjugendring.

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