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Mecklenburg-Vorpommern

19. November 2017 | 09:55 Uhr

„Alfred" soll im Mai siegen

vom

svz.de von
erstellt am 07.Feb.2012 | 11:04 Uhr

Rostock | Mit ihrer "AnaX" sind sie 2011 bei der Internationalen Waterbike-Regatta die Schnellsten gewesen, doch in puncto Wendigkeit hatten andere Mannschaften die Nase vorn. In diesem Jahr jedoch will das Waterbike-Team der Uni Rostock den Gesamtsieg in Duisburg holen. Darum tüfteln die 15 Studenten seit mehreren Wochen eifrig an ihrem neuen Boot "Alfred". Bis zum 16. Mai haben sie dazu noch Zeit. "Momentan sieht es ganz gut aus, dass wir rechtzeitig fertig werden", so Robert Tietze, der Kapitän des Teams.

Die Zeit sei allerdings nicht das größte Problem. Vielmehr bereiten die Kosten den Studenten Sorgen. "Wir haben 18 000 Euro für Material einkalkuliert", sagt Tietze. Dank Materialspenden fehlen nun nur noch knapp 5000 Euro. Die beiden Rümpfe des Wassergefährts sollen am Ende aus teuren Kohlenstofffasern bestehen. Dieses Material ist extrem leicht und für die Schnelligkeit von entscheidender Bedeutung. Wenn alles wie geplant umgesetzt werden kann, wiegen die beiden Rümpfe zusammen nur 3,5 Kilogramm.

Gute Aussichten für den Jobeinstieg

Knapp sechs Meter wird das neue Boot lang werden, an dem die 15 Studenten aktiv mitarbeiten. Die Formen für die beiden Rümpfe wurden bereits vor einigen Monaten fertiggestellt. Darum können nun so viele Testrümpfe wie gewollt gegossen werden, um die Eigenschaften auszutesten. Diese bestehen jedoch aus dem weniger teuren Material Glasfaser.

In einem Keller der Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik treffen sie sich einmal wöchentlich zur gemeinsamen Absprache. Unter der Woche kommen dann kleine Gruppen an Studenten zusammen und bauen an dem Boot. Das Projekt bringt den Mitwirkenden keinen direkten Vorteil im Studium, dennoch sind alle mit viel Elan dabei. "Oft werden daraus Themen für Studienarbeiten gewonnen", sagt Tietze, der selbst seit eineinhalb Jahren dabei ist. Zuvor hatte der 27-Jährige in Bremen studiert und war dort auch im Waterbike-Team aktiv. Er glaubt, dass seine Arbeit an "Alfred" ihm bei seinem späteren Berufseinstieg als Ingenieur für Schiffs- und Maschinentechnik helfen kann.

Alle drei Jahre ein neues Gefährt

Alle drei Jahre entsteht ein neues Waterbike an der Uni Rostock - selbst dann, wenn das alte noch so erfolgreich ist. "Nur so können wir unser Wissen an die Jüngeren weitergeben", sagt Tietze. Jedes Jahr kommen im Schnitt drei oder vier neue Studenten zum Team dazu und wollen nicht nur die Waterbikes in den Wettbewerben fahren, sondern sie auch selbst mitbauen. Das Rostocker Team ist bemüht, immer wieder neue Technik zum Einsatz zu bringen und so die Chancen gegen die Konkurrenz zu erhöhen. So bekommt "Alfred" auch einen neuartigen Flossenantrieb. Die "AnaX" hingegen wird mit Hilfe einer Schraube angetrieben. "Damit verbessern wir den Wirkungsgrad um 25 Prozent", sagt Kapitän Tietze. Jedoch sei die Flossenbewegung sehr schwierig zu erzeugen. Am Ende soll "Alfred" mindestens genauso schnell wie die "AnaX" werden - die schafft 12,5 Knoten und war damit bisher Spitzenreiter.


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