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Mecklenburg-Vorpommern

21. November 2017 | 18:46 Uhr

Aida darf mit Neubau loslegen

vom

svz.de von
erstellt am 08.Aug.2012 | 09:25 Uhr

Rostock | Der Bauantrag ist gestellt, Anfang September könnten die Arbeiten am neuen Aida-Hauptsitz auf der Silohalbinsel beginnen. Das zumindest wünscht sich das Rostocker Vorzeigeunternehmen, um Anfang 2014 einziehen zu können. Gestern gab der Bauausschuss der Bürgerschaft grünes Licht für das Millionenprojekt.

"Das ist unsere Anforderung, um unser Wachstum am Standort Rostock zu realisieren", sagte Aida-Sprecherin Martina Reuter bereits bei der Vorstellung des Neubaus in der jüngsten Ortsbeiratssitzung Stadtmitte. Für die drei neuen Kreuzfahrtschiffe, die in den kommenden Jahren die Flotte verstärken sollen, werde auch viel mehr landseitiges Personal benötigt. Der Neubau soll daher auf insgesamt 10 800 Quadratmetern Nutzfläche Büros, ein Assessment-Center und Konferenzräume beherbergen. In Anlehnung an die Gestaltung der Kreuzfahrtschiffe wird der Empfangsbereich als Theatrium gestaltet, das auch für Veranstaltungen genutzt werden kann.

Entworfen hat das Gebäude der Rostocker Architekt Tilo Ries. "Die Idee baut auf den Silos 4 und 5 sowie stark verglasten Ellipsen auf", sagt er. Demnach soll der Komplex dreigeteilt werden, mit zwei fünf- und sechsgeschossigen Abschnitten, die über eine viergeschossige Brücke miteinander verbunden werden. Das geht allerdings nur dank einer Ausnahmeregelung, da die zulässige Bauhöhe überschritten wird. Auch hinsichtlich der Baugrenzen und der unterirdischen Verbindung mit dem Silo 5 sind Befreiungen vom Bebauungsplan Voraussetzung.

Unter dem Gebäude soll eine Tiefgarage mit 84 Stellplätzen entstehen. Weitere 86 Stellplätze werden über das bereits existierende Parkhaus abgedeckt. Die genaue Gestaltung der Außenfassade steht noch nicht endgültig fest. Sie wird aber viel Glas beinhalten, so Ries. Außerdem strebe das Unternehmen einen hohen ökologischen Standard an. "Der Neubau soll eine Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen erhalten", so der Architekt. Unter anderem werde Geothermie zum Heizen genutzt.

Die größte Herausforderung aber sieht Ries darin, Aida in Rostock zu halten. "Sie werden überall mit Kusshand genommen", sagt er. Beispielsweise hätte das Unternehmen auch nach Hamburg abwandern können, wo es bereits einen Zweitsitz unterhält.

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