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"Dinosaurier 2011" : Aida Cruises will über Umweltschutz sprechen

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Zwei Kreuzfahrtunternehmen wurden mit dem "Dinosaurier des Jahres" ausgezeichnet. Dies ist ein Negativpreis, der an Organisationen verliehen wird, die sich in Sachen Umweltschutz als besonders antiquiert erwiesen haben.

Rostock/Berlin | Der "Dinosaurier des Jahres" ist ein Negativpreis, der seit 1993 an Persönlichkeiten und Organisationen verliehen wird, die sich in Sachen Umweltschutz als besonders antiquiert erwiesen haben. Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) zeichnete in diesem Jahr die beiden Kreuzfahrtunternehmen Aida und Tui Cruises aus. Die Umweltschutzorganisation begründete ihre Wahl damit, dass die Schiffe beider Unternehmen immer noch mit giftigem Schweröl fahren. "Aus Profitgier verweigern die deutschen Reeder bislang die Verwendung von Schiffsdiesel und den Einbau von Abgastechnik wie etwa Rußpartikelfilter", sagte Nabu-Präsident Olaf Tschimpke gestern in Berlin.

Aida Cruises nehme die qualifizierte Kritik ernst, reagierte Reederei-Sprecher Markus Wohsmann. Umweltschutz habe Priorität. "Unsere konkreten Maßnahmen dokumentieren wir transparent und für jeden nachprüfbar in unserem jährlichen Nachhaltigkeitsbericht Aida cares." Demnach haben sich im Jahr 2010 der Ausstoß von Schwefeloxiden um 5,9 Prozent, CO2-Emissionen um 2,8 sowie Stickoxid und Feinstaub um 2,9 Prozent verringert. Die Recyclingquote wurde nach Reederei-Angaben von 23 auf über 28 Prozent erhöht. Die Rostocker Reederei bot dem Nabu an: Der Präsident von Aida Cruises, Michael Thamm, werde bei der Nabu-Preisverleihung über Umweltschutzmaßnahmen sprechen.

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erstellt am 29.Dez.2011 | 07:55 Uhr

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