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Usedom : Ahlbecker Seebrücke soll wieder Wahrzeichen werden

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die älteste Seebrücke Deutschlands wird nach aufwändiger Außensanierung nun auch innen aufpoliert.

Die denkmalgeschützte Seebrücke Ahlbeck auf der Insel Usedom hat wieder ihr ursprüngliches Aussehen. Mit den im November und Dezember durchgeführten Sanierungsarbeiten sei die Seebrücke wieder so hergerichtet worden, wie sie viele in Erinnerung haben – mit rotem Dach und grünen Türmchen, sagte Kurdirektor Thomas Heilmann. Nach der Schönheitskur an der Außenfassade soll Anfang des Jahres die Innensanierung der Seebrücke beginnen. „Wir wollen die Ahlbecker Seebrücke wieder als Wahrzeichen Usedoms in den Kaiserbädern herrichten“, sagte Heilmann.

Die Ahlbecker Seebrücke mit ihren pittoresken Türmchen ist nach Angaben der Usedom Tourismus GmbH Deutschlands älteste Seebrücke. Sie wurde im Gegensatz zu anderen Bauten nie von einem Brand erfasst. Die Ursprünge gehen auf eine 1882 erbaute Plattform am Strand und einen 1898 errichteten Seesteg zurück. Später wurden die pavillonartigen Aufbauten erweitert. Bei allen Restaurierungen behielt die Seebrücke ihre historische Bausubstanz bei. Letztmalig hatte das Dach der Seebrücke, die durch den Loriot-Film „Pappa ante Portas“ deutschlandweit bekannt geworden ist, im Jahr 1996 seine typische Farbe erhalten. Dem Seewetter ausgesetzt, war die Farbe in den vergangenen Jahren zu einem Grau verblasst. „Die Seebrücke ist unser Brandenburger Tor, unser Eiffelturm und unser Big Ben“, sagte Heilmann. Ziel sei es, dass nach der Sanierung jeder Usedom-Tourist einmal in seinem Urlaub die Brücke besucht.

Die Arbeiten erfolgten laut Kurverwaltung in Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde. So wurden für die Bedachung Bitumenplanen genommen, die an das ursprüngliche Dach aus Segeltuch-Planen erinnern.

Anfang 2017 soll die Innensanierung der Seebrücke starten, die als Restaurant genutzt wird. Im Mittelpunkt steht die energetische Sanierung und der Bau von barrierefreien Zugänge durch einen Behindertenlift. Zudem sollen die Gasherde durch Induktionsherde ersetzt werden, um die Brandgefahr zu verringern. Für die Sanierung investiert die Gemeinde eigenen  Angaben zufolge 450 000 Euro.

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