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Probelauf per Hand : Agroneum-Mühle Alt Schwerin hat wieder Flügel

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Zur Geschichte der Landwirtschaft gehören im Norden historische Windmühlen. Nach drei Jahren hat eine der bekanntesten Mühlen - der Erdholländer in Alt Schwerin an der Autobahn 19 - nun ihre Flügel wieder. Nur ein Müller fehlt noch.

svz.de von
erstellt am 24.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Kurz vor Beginn der Tourismussaison hat das das Wahrzeichen des Agroneums Alt Schwerin, die Windmühle, ihre Flügel wieder. Ein Autokran hob am Donnerstag die vier je 22 Meter langen Flügel und zwei weitere schwere Teile in die Höhe und ein Monteur schraubte das Ganze von einer Hubbühne aus fest. „Das Ganze dauerte knapp drei Stunden“, sagte Agroneum-Leiterin Anke Gutsch in Alt Schwerin (Kreis Mecklenburgische Seenplatte). Für die Montage war gut, dass es fast windstill war. „Für einen richtigen Probebetrieb fehlte der Wind allerdings, sagte Gutsch. So gab es nur eine Probedrehung per Hand.

Die Erdholländer-Windmühle gilt wegen ihrer Lage an der A19 als Haupterkennungszeichen des Museumsdorfes und als beliebtes Fotomotiv.

Die 24 Meter hohe Windmühle ist nach der Montage wieder voll funktionstüchtig. Das Bauwerk stammt aus dem Jahr 1843 und war in den 1970er Jahren von Jarmen nach Alt Schwerin umgesetzt worden. Die alten Flügel mussten vor drei Jahren abgebaut werden, weil sie verschlissen waren.

Um die Windkraft besser steuern zu können, haben die Flügel jetzt Jalousien aus Aluminium erhalten, erläuterte Gutsch. Nach Angaben des Fördervereins des Museums kostete die Erneuerung der Windmühlenflügel rund 40 000 Euro.

Das Agroneum gilt als Treffpunkt von Traktoren- und Dampftechnikfans aus ganz Europa. Es verfügt über eine der umfangreichsten Sammlungen von Traktoren und Geräten in Ostdeutschland. Zum Museumsgelände gehören unter anderem eine Schmiede, eine Seilerei, alte Silos, Mähdrescher und Agrarflugzeuge für die Düngung. Im Vorjahr kamen rund 48 000 Gäste. Saisonstart ist am 1. April.

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