Landtagswahl Schwerin : AfD wittert Wahlbetrug – 100 Euro für Hinweise

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Wahlhelfer fühlen sich durch die AfD unter Generalverdacht gestellt

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30. August 2016, 21:00 Uhr

Die AfD in Mecklenburg-Vorpommern hat Zweifel am ordnungsgemäßen Ablauf der Stimmenauszählung bei der Landtagswahl am 4. September und stellt eine Belohnung in Höhe von 100 Euro für jeden nachprüfbaren Hinweis auf Unregelmäßigkeiten in Aussicht. „Vorkommnisse bei der jüngsten Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, aber auch bei der Bundespräsidentenwahl in Österreich haben gezeigt, dass auch in demokratischen Staaten eklatante Unregelmäßigkeiten nicht ausgeschlossen sind“, sagte AfD-Spitzenkandidat Leif-Erik Holm.

Das vorläufige Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt im März musste korrigiert werden, nachdem Pannen in drei Wahllokalen bekannt wurden. Die rechtspopulistische AfD bekam nach der Korrektur 25 statt 24 Mandate. Aufgefallen waren die Fehler nach den Prüfungen durch die Kreiswahlleiter.

Im Oktober vergangenen Jahres hatte die ebenfalls rechtspopulistische FPÖ in Österreich sogar 5000 Euro Geldprämie für Hinweise auf Manipulationen bei der Landtags- und Gemeinderatswahl in Wien versprochen.

Wahlhelfer fühlen sich durch die AfD unter Generalverdacht gestellt. „Das finde ich ziemlich dreist, dass eine Partei von vornherein die Rechtmäßigkeit der Wahlen anzweifelt“, so Ortwin Ackermann, Schulleiter in Lalendorf (Landkreis Rostock) und seit vielen Jahren Wahlhelfer. Von „plumpe Parolen und pauschalen Verdächtigungen“ der AfD sprach Kay Kröger, Landesgeschäftsführer der Linken. Als „Blockwart-mäßiges Verhalten“ kritisierte die Grünen-Spitzenkandidatin Silke Gajek die AfD-Aktion.

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