Nach Escort-Skandal : AfD-Frau Federau will kämpfen

Mit diesem Foto kämpft Petra Federau auf Facebook.
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Mit diesem Foto kämpft Petra Federau auf Facebook.

Die Aufdeckung ihrer früheren Tätigkeit als Escort-Agenturbetreiberin hat die Schweriner AfD-Politikerin Petra Federau offenbar angespornt

svz.de von
18. März 2016, 21:00 Uhr

Die Aufdeckung ihrer früheren Tätigkeit als Escort-Agenturbetreiberin hat die Schweriner AfD-Politikerin Petra Federau offenbar angespornt. In ihrem jüngsten Facebook-Post deklamierte sie, sich „von niemandem einschüchtern oder erpressen“ zu lassen. Offen ließ sie, ob und wer dies tatsächlich versucht habe.

Unterdessen macht die Stadtvertreterin der Landeshauptstadt dank der von unserer Zeitung am Dienstag veröffentlichte Geschichte international Medien-Karriere: Nicht nur deutsche Medien wie „Die Welt“ oder der „Kölner Stadt-Anzeiger“, „Focus Online“ und der Nachrichtensender N24 sowie „Huffington Post“ griffen den Artikel auf. International wurde es, als zwei deutschsprachige Publikationen der Schweiz, die „Blick“ und der „Tages-Anzeiger“, unter Berufung auf die „Schweriner Volkszeitung“ berichteten. Sogar eine estnische Zeitung veröffentlichte einen Beitrag über die Schwerinerin, die zur Landtagswahl am 4. September auf Platz drei der AfD-Landesliste kandidiert und damit relativ sicher im nächsten Landtag sitzen dürfte.

Auf ihrem Facebook-Profl erntet Federau für ihre „Kampf-Ansage“ verhaltene Unterstützung. Geradezu ehrerbietig schreibt ein Marco Mueller: „Frau Federau, ich freue mich für die AfD Mecklenburg-Schwerin, dass Sie von einer so intelligenten und hübschen Frau vertreten wird.“

„Die Welt“ mutmaßte indes in einem satirischen Beirag, schon der Escort-Service habe womöglich einen Kampfauftrag gehabt: Die Begleitdamen seien wohl gezielt eingesetzt worden, um Araber „systematisch abzuschrecken“, mutmaßt Autor „Peter Schwall-Lemur“.

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