Verdacht auf fahrlässige Tötung : Ärzte im Visier

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Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen vier Ärzte eines Neubrandenburger Klinikums

svz.de von
29. September 2017, 05:00 Uhr

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen vier Ärzte eines Neubrandenburger Klinikums. Es bestehe der Verdacht der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Gerd Zeisler, am Donnerstag. Es gehe um mehrere Patienten. Die Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern habe die Strafanzeige gestellt. In der Folge habe es am Montag eine Durchsuchung in dem Krankenhaus gegeben, wobei Patientenakten vorläufig beschlagnahmt und mitgenommen wurden. Zuvor hatte der Neubrandenburger „Nordkurier“ (Donnerstag) darüber berichtet.

„Wir haben geprüft, ob sich Anhaltspunkte ergeben, dass es sich um Straftaten handeln könnte“, sagte Zeisler mit Bezug auf die Strafanzeige der Ständevertretung. Daraufhin habe man sich für die Durchsuchung entschieden. Weitere Details könne man derzeit nicht nennen. „Es handelt sich immer noch um einen Anfangsverdacht“, sagte Zeisler. Die Akten soll nun ein medizinischer Sachverständiger begutachten und auswerten. Anzeigen gegen Mediziner von ehemaligen Patienten oder Angehörigen von Verstorbenen gebe es häufiger. Eine Anzeige von der Ärztekammer sei seltener.

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