Wahlen : Ändert Landratswahl politische Landkarte?

Zur Landratswahl am 27. Mai öffnen in Ludwigslust-Parchim 268 Wahllokale. Eine Frau wirft ihre Stimmzettel in die Wahlurne.

Zur Landratswahl am 27. Mai öffnen in Ludwigslust-Parchim 268 Wahllokale. Eine Frau wirft ihre Stimmzettel in die Wahlurne.

Am Sonntag Urnengang in vier Landkreisen. 20 Kandidaten treten an

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26. Mai 2018, 05:00 Uhr

Spannung bis zum Schluss: Gleich in vier Landkreisen wird morgen ein neuer Landrat gewählt. Damit könnte sich die politische Landkarte in den sechs Kreisen in MV ändern. Der Linkspartei droht, ihre letzte Landrätin zu verlieren – in Vorpommern-Greifswald. Noch vor 10 Jahren hatte die Partei sogar zwei Landrätinnen. Aber das letzte Wort haben die Wähler, und auch die Linke schickt starke Kandidaten ins Feld. Insgesamt – über alle Parteien und Einzelbewerber gerechnet – werben 20 Kandidaten um ihre Wähler.

Der Platzhirsch: In der Mecklenburgischen Seenplatte gilt bislang der amtierende Landrat Heiko Kärger (CDU) als Platzhirsch. Der 57-Jährige wurde 2009 zum ersten Mal gewählt und nach der Kreisreform in Deutschlands größtem Landkreis bestätigt. Gegen ihn treten auf der Liste der Linkspartei Volker Bieschke, Kriminologe, und für die SPD Franc Henrihar, Verwaltungswirt, an.

Enges Rennen: Mit einer Stichwahl am 10. Juni wird schon jetzt in Ludwigslust-Parchim gerechnet. Nachdem Landrat Rolf Christiansen (SPD) Anfang Januar seinen Verzicht erklärt hatte, nominierte die SPD den Grabower Bürgermeister Stefan Sternberg, der zugleich Amtsleiter für zwölf Gemeinden ist. Er soll heute zudem zum SPD-Landesvize gewählt werden. Für die CDU tritt der Verwaltungsjurist und Referent beim Städte- und Gemeindetag Klaus-Michael Glaser an. Er berät seit mehr als 20 Jahren Gemeinden im Land. Als dritte starke Kandidatin gilt die Vize-Fraktionschefin der Linken im Landtag, Jacqueline Bernhardt. Stichwahl offen. Für die AfD – sie ist in allen vier Kreisen vertreten – tritt hier Matthias Pasternak an.

Der Meistumworbene: In Vorpommern-Greifswald verzichtet Landrätin Barbara Syrbe (Linke). Ihren Posten wollen gleich sieben Kandidaten haben, darunter drei Einzelbewerber. Die im Land bekannteste Anwärterin ist wohl Ulrike Berger, bis 2016 für die Bündnisgrünen im Landtag. Angesichts dessen, dass 2015 auch in Greifswald mit Stefan Fassbinder ein Grüner Oberbürgermeister wurde, ist die Wahl von Berger nicht gänzlich ausgeschlossen. Beste Aussichten auf den Posten dürfte der Loitzer Bürgermeister und Kreistagspräsident Michael Sack haben, für die CDU.

Kommunale Platzhirsche: In Vorpommern-Rügen bewerben sich zwei regionale Schwergewichte um die Nachfolge von Landrat Ralf Drescher (CDU). Für die CDU tritt der Bürgermeister von Zingst, Andreas Kuhn, an. Für die SPD bewirbt sich der Bürgermeister von Barth, Stefan Kehrt.

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