Mecklenburg-Vorpommern : Älter, größer, bunter: Dem Wald geht es gut

Mehr Farbe: In Mecklenburg-Vorpommern gibt es immer mehr Mischwälder.
Mehr Farbe: In Mecklenburg-Vorpommern gibt es immer mehr Mischwälder.

Inventur im Gehölz: Bäume im Schnitt 72 Jahre / Fläche wächst jährlich um 500 Hektar

svz.de von
12. November 2014, 12:00 Uhr

Er wird älter, größer, bunter und jede Minute wachsen zehn Kubikmeter zu: Mecklenburg-Vorpommerns Forstleute bauen den Wald um und bringen Vielfalt ins Gehölz. In den vergangenen zehn Jahren hat der Anteil der Laubbäume in MV zugenommen, geht aus der gestern vorgestellten Bundeswaldinventur hervor. Danach sei der Anteil seit 2002 um drei Prozent gestiegen, teilte Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) mit: „Laubbäume sind auf dem Vormarsch.“ Zwar dominiere nach wie vor die Kiefer in MV, mehr Mischwälder machten die Wälder aber vielfältiger. Zudem habe das Alter der Wälder weiter zugenommen – um sechs auf durchschnittlich 72 Jahre. Zehn Prozent der Eichen und Buchen sind inzwischen mehr als 160 Jahre alt.

Trotz zahlreicher Straßenbauprojekte ist der Wald dem Inventurbericht zufolge in den vergangenen Jahren größer geworden. Allein dem Bau der Autobahn 14 sind in den vergangenen Jahren mehr als 140 Hektar Wald zum Opfer gefallen. Die Waldfläche sei dennoch gewachsen – jährlich um mehr als 500 Hektar, um insgesamt 5300 auf 558 000 Hektar, erklärte Backhaus. MV wolle auch in den kommenden Jahren die Fläche erweitern – um jährlich etwa 500 Hektar. Die Aufforstung sei durch die steigenden Bodenpreise für Ackerland aber schwieriger geworden.

Indes wächst auch der Holzvorrat: 167 Millionen Kubikmeter Holz stehen in den Wäldern – 318 Kubikmeter je Hektar, 32 mehr als noch vor zehn Jahren. Trotz massiv ausgebauter Verarbeitungsstrukturen halten sich Forstleute zurück: Von den jährlich zuwachsenden 5,5 Millionen Kubikmeter würden nur 3,1 Millionen genutzt, erklärte Backhaus: „Die Wälder werden nachhaltig bewirtschaftet.“ Auf jedem zehnten Hektar Wald verzichteten die Forstleute indes ganz auf die Bewirtschaftung.


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