Schwerin/Rostock : ADAC verteidigt Parkgebühren an der Ostsee

Nicht nur die Rekordbenzinpreise, auch die Parkgebühren belasten das Urlaubsbudget. Foto: dapd
Nicht nur die Rekordbenzinpreise, auch die Parkgebühren belasten das Urlaubsbudget. Foto: dapd

Für einen Urlaub an der Ostsee müssen Autofahrer teilweise tief in die Tasche greifen. Nicht nur die Rekordbenzinpreise, sondern auch die Parkgebühren in den Orten und am Strand belasten das Urlaubsbudget.

svz.de von
15. Juli 2012, 10:05 Uhr

Schwerin/Rostock | Für einen Urlaub an der Ostsee müssen Autofahrer teilweise tief in die Tasche greifen. Nicht nur die Rekordbenzinpreise, sondern auch die Parkgebühren in den Orten und am Strand belasten das Urlaubsbudget. Der ADAC hält Parkgebühren von bis zu 16 Euro pro Tag allerdings für gerechtfertigt. In anderen Städten ist das Parken deutlich günstiger.

In Rostock zahle man im Zentrum teilweise nur 1,50 Euro pro Stunde, und in Binz auf Rügen zwei Euro, sagte am Wochenende der Sprecher von ADAC Hansa, Matthias Schmitting. "Das ist nicht teuer." Das Problem sei das zwiespältige Verhalten vieler Urlauber. "Die wollen am liebsten mit dem Auto bis zum Strandkorb fahren", sagte Schmitting. Wenn es dann aber zu viel Blech und Verkehr gebe, beschwerten sie sich, dass sie ihre Kinder nicht allein zum Eis holen schicken könnten. Wenn man für acht Stunden Badespaß 16 Euro bezahlen müsse, sei das in Ordnung, wenn man dafür direkt am Strand parken könne.

Schmitting appellierte aber an die Kommunen, den Touristen Alternativen zu bieten. Diese müssten am Ortsrand billige Parkplätze mit einem Shuttle-Service ins Zentrum und zu den Stränden anbieten. Sonst könnten die Parkpreise die Touristen verprellen. "In Ski-Orten wird das schon seit Jahren so praktiziert", sagte Schmitting. Im Nordosten sei Binz ein gutes Vorbild. Dort können Touristen nach Angaben der Gemeinde für einen Tageshöchstsatz von fünf Euro am Ortsrand ihr Auto abstellen. Die Bäderbahn bringt Gäste mit Kurkarten von dort kostenlos in den Ort.

Teurer ist das ganztägige Parken in Stralsund, wo es im Parkhaus elf Euro pro Tag kostet - zumindest im Sommer. Im Winter ist ein Tagesticket schon für sechs Euro zu haben. Kostenlose Parkplätze gibt es auch im Zentrum der Landeshauptstadt Schwerin zwar nicht. Mit einem Euro pro Stunde liegen die Gebühren aber deutlich unter denen an der Ostsee. In Parkhäusern betragen die Tageshöchstsätze zwischen 7,50 Euro und 10 Euro. Und in der Innenstadt von Neubrandenburg kostet ein Stellplatz auf einem öffentlichen Parkplatz pro Stunde einen Euro und damit genauso viel wie in den meisten Parkhäusern. Das Tagesmaximum liegt dort bei etwa 5,80 Euro.

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