Hansholz : Ackerbrand folgt auf Ackerbrand

Ronny Schnürch und Anja Kühn von der Freiwilligen Feuerwehr Schwerin-Mitte löschen letzte Glutnester auf dem Weizenschlag bei Hansholz.
Ronny Schnürch und Anja Kühn von der Freiwilligen Feuerwehr Schwerin-Mitte löschen letzte Glutnester auf dem Weizenschlag bei Hansholz.

Die Bauern rund um Schwerin sind derzeit nicht zu beneiden. Erst müssen sie wochenlang auf sonniges Wetter warten, damit sie das reife Getreide vom Feld holen können. Und wenn es dann soweit ist, wird es brandgefährlich.

svz.de von
27. Juli 2012, 11:26 Uhr

Hansholz | Die Bauern rund um Schwerin sind derzeit nicht zu beneiden. Erst müssen sie wochenlang auf sonniges Wetter warten, damit sie das reife Getreide vom Feld holen können. Und wenn es dann soweit ist, wird es brandgefährlich.

Gestern gab es den vierten Feldbrand innerhalb von elf Tagen. Doch das Feuer hinter den Wohnhäusern von Hansholz, die zu Schwerin-Warnitz gehören, ist mit den Bränden bei Erntearbeiten auf Gerstefeldern nahe Panstorf, Grambow und Herren Steinfeld (SVZ berichtete) nicht zu vergleichen.

"Als die ersten Kameraden in Hansholz eintrafen, brannte es auf mehreren Stellen des Weizenfeldes", berichtet Einsatzleiter Alexander Schulz von der Schweriner Berufsfeuerwehr. Das sonnige Wetter in dieser Woche hat auch dieses Getreide auf dem Halm getrocknet. Doch es ist noch nicht erntereif. Hier gab es deshalb auch weit und breit keine Erntemaschinen. Zur Brandursache konnten die Feuerwehrleute gestern nichts sagen.

Unmittelbar nach dem Löscheinsatz zeigte sich Alexander Schulz aber zufrieden mit dem Einsatz - mit der von allen Kameraden geleisteten Arbeit. Gegen 12.30 Uhr wurde der Brand gemeldet. Wenige Minuten später waren Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Warnitz und kurz darauf Männer der Berufsfeuerwehr vor Ort. Die freiwilligen Wehren Mitte und Schlossgarten rückten ebenfalls aus. Mit knapp 30 Einsatzkräften, zwei Tanklöschfahrzeugen und drei weiteren Einsatzfahrzeugen gelang es, das Feuer unter Kontrolle zu halten - obwohl die Flammen an mehreren Stellen aufloderten.

"Zum Glück stand der Wind relativ günstig, so dass keine unmittelbare Gefahr für die Einwohner oder die Wohnhäuser von Hansholz bestand", betont Alexander Schulz. Nach einer knappen Stunde waren die Flammen komplett gelöscht. Etwa 15 Hektar des Weizenschlages waren jedoch zerstört bzw. in Mitleidenschaft gezogen. Feuerwehrleute waren zu diesem Zeitpunkt noch dabei, letzte Glutnester im Getreidefeld zu bekämpfen, um ein erneutes Aufflammen des Feuers zu verhindern. Erst danach rückten die Feuerwehrleute ab und übergaben das Feld wieder den Bauern, die eine Brandwache organisierten. Wodurch das Feuer bei Hansholz ausgelöst wurde, darüber konnte gestern Nachmittag auch die Polizei keine Angaben machen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen