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Neuer Bürgerbeauftragter gewählt : „Achte jeden, fürchte niemanden"

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Matthias Crone möchte als Bürgerbeauftragter dem Anliegen all jener gegenüber den Behörden mehr Gewicht verleihen, und auch helfen, manche Fehler der Verwaltung auszubügeln oder Missverständnisse auszuräumen.

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erstellt am 02.Feb.2012 | 11:14 Uhr

Schwerin | Matthias Crone will als Bürgerbeauftragter "Menschen zueinander bringen". Denn das Amt sei "eine Brücke zwischen dem manchmal undurchsichtigen Handeln" von Ämtern und Behörden und dem Bürger, "der sich in diesem Geflecht zurechtfinden muss". Dem Anliegen all jener, die sich an ihn wenden, möchte er gegenüber den Behörden mehr Gewicht verleihen, und auch helfen, manche Fehler der Verwaltung auszubügeln oder Missverständnisse auszuräumen. Über den Einzelfall hinaus, so hofft Crone, der gestern vom Landtag in dieses Amt gewählt wurde, kann er dazu beitragen, "dass die Distanz zwischen Bürger und Staat" nicht zu groß wird. In Schwerin hat sich der Katholik in den vergangenen 21 Jahren parteiübergreifend einen guten Ruf erworben. Er gilt als umgänglich, ausgleichend und verbindlich. Crone hat in Bonn und Innsbruck Jura studiert und arbeitete als Justiziar für die katholische Kirche in Osnabrück, bevor er 1990 nach Schwerin kam. Dort leitete er von 1995 bis 2007 das Erzbischöfliche Amt, die regionale Verwaltungsbehörde der katholischen Kirche. Zwischen 1992 und 1997 war Crone der erste Rundfunksratsvorsitzende Mecklenburg-Vorpommerns. 2007 wechselte das langjährige CDU-Mitglied als stellvertretender Regierungssprecher in die Schweriner Staatskanzlei. Die Stelle steht jeweils dem kleineren Koalitionspartner zu. Im vergangenen Jahr kandidierte Crone für den Posten des Landrats im Landkreis Rostock. Obwohl als Außenseiter angetreten, schaffte er es dennoch in die Stichwahl und verlor gegen SPD-Mann Thomas Leuchert. Seinen Landratswahlkampf führte er mit dem Motto des italienischen Priesters Don Bosco: "Achte jeden, fürchte niemanden." - das könnte durchaus auch für einen Bürgerbeauftragten im Zwist mit den Behörden passen.

Sein neues Amt wird Crone voraussichtlich Ende Februar antreten. Im Ausbau des "Bürgerbüros" in der Staatskanzlei von Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) sieht er keine Konkurrenz: "Jede Anlaufstelle, die hilft, ist erst einmal eine zusätzliche Chance für den Bürger, direkt gehört zu werden", findet Crone.


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