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Sieben Eigenheiten rund um das Ei : Ach, du dickes Ei

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Das Ei spielt für Deutsche eine große Rolle. Eier landen nicht nur gekocht, gerührt oder als Spiegelvariante auf dem Teller, sondern stecken auch als Zutat in unzähligen Lebensmitteln. Sieben deutsche Eigenheiten zum Ei.

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erstellt am 15.Jan.2011 | 03:19 Uhr

Vom Osterfest bis Loriots Frühstücksei-Cartoon - das Ei spielt bei den Deutschen eine große Rolle. Nun stellte sich heraus: Monatelang war dioxinverseuchtes Tierfutter im Umlauf. Der Skandal rüttelt an den Grundfesten der Ernährung vieler Menschen. Denn Eier landen nicht nur gekocht, gerührt oder als Spiegelvariante pur auf dem Teller, sondern stecken auch als Zutat in unzähligen Lebensmitteln. Sieben deutsche Eigenheiten zum Ei:

Eier essen

Der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland liegt recht stabil bei etwa 210 Eiern im Jahr. Wegen des Dioxin-Skandals verzichtet momentan ein Fünftel der Deutschen (21 Prozent) auf den direkten Verzehr von Eiern. 78 Prozent essen trotz möglicher Gesundheitsrisiken weiter Eier, wie eine Emnid- Umfrage ergab. Danach kümmern sich ostdeutsche Bürger weniger um die Warnungen der Verbraucherschützer als westdeutsche. Nur zehn Prozent der Menschen in den neuen Bundesländern gaben an, derzeit keine Eier zu essen. Im Westen liegt der Anteil der Ei-Verweigerer bei 23 Prozent. Aber selbst wer aufs Frühstücksei verzichtet, nimmt mit Gebäck oder Nudeln Eier zu sich.

Das Ei zu Ostern

Bunte Eier gehören zu Ostern wie der Tannenbaum zu Weihnachten. Die meisten verzehren zu dem Fest im Frühling mehr Eier. Viele Kunden greifen anders als sonst zu weißen statt zu braunen Eiern, da die Farben der Eier dann mehr strahlen. Ob in diesem Jahr bis zum 24. April der Dioxin-Skandal vergessen ist?

Das Ei und die Legehenne

Vor dem Hintergrund der seit Januar 2010 nicht mehr zulässigen konventionellen Käfighaltung hat sich die umstrittene Hennenhaltung in Deutschland verändert. Ende 2009 gab es erstmals mehr Legehennen in der Bodenhaltung (13,3 Millionen) als in der Käfighaltung (7,6 Mio). Der Bestand in der Freilandhaltung (3,9 Millionen) lag vor dem in ökologischer Erzeugung (2,1 Mio). Neuere Zahlen vom Statistischen Bundesamt gibt es derzeit nicht.

Das Ei und der Likör

Der aus Eigelb, Zucker oder Honig und Alkohol bestehende Eierlikör, der bis zu 20 Prozent Alkoholgehalt haben kann, gilt vielfach als Alkohol für Anfänger. Seine Süße lässt manchen das Getränk verharmlosen.

Das Ei als Wurfgeschoss

Wer jemandem etwas Böses will, bewirft ihn mit Eiern. Besonders berühmt ist ein Vorfall, der sich am 10. Mai zum 20. Mal jährt: 1991 wurde der damalige Kanzler Helmut Kohl in Halle/Saale mit Eiern beworfen. Wutentbrannt ließ er seine Sicherheitsbeamten stehen und stürzte den Angreifern entgegen.

Das Ei in der Sprache

Die deutsche Sprache ist dem Ei wohlgesonnen: "Wie aus dem Ei gepellt" steht für adrett, gepflegt und makellos, "Ei machen" kindersprachlich fürs Liebkosen und Streicheln und die "eierlegende Wollmilchsau" für etwas, das allen Ansprüchen genügt.

Das Ei bei Loriot
In einem Cartoon namens „Das Frühstücksei“ hat der Humorist Loriot den Dialog eines Ehepaars am Morgen aufgegabelt. Stark gekürzte Fassung:
Er: „Das Ei ist hart.“,
Sie: „Zu viele Eier sind gar nicht gesund!“,
Er: „Ich meine, wie lange dieses Ei gekocht hat?“,
Sie: „Ich koche es jeden Morgen viereinhalb Minuten.“,
Er: „Wieso ist es dann mal zu hart und mal zu weich?“,
Sie: „Ich weiß es nicht... ich bin kein Huhn!“,
Er: „Ach!... Und woher weißt du, wann das Ei gut ist?“,
Sie: „Ich nehme es nach viereinhalb Minuten heraus, mein Gott.“,
Er: „Nach der Uhr oder wie?“,
Sie: „Nach Gefühl... Eine Hausfrau hat das im Gefühl...“


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