zur Navigation springen
Mecklenburg-Vorpommern

22. Oktober 2017 | 16:01 Uhr

Abwasser-Streit

vom

svz.de von
erstellt am 17.Jun.2011 | 05:32 Uhr

Schwerin | Im Streit mit dem Umweltministerium um die Abwasserbeseitigung in Gartenanlagen wollen die Kleingärtner nicht klein beigeben. Sie bezweifeln eine Belastung der Umwelt durch ihre Abwässer und fordern eine landesweite Überprüfung möglicher Schäden. Für heute hat der Landesverband der Gartenfreunde zu einer außerordentlichen Delegiertenversammlung nach Schwerin eingeladen.

Dazu wird Agrar- und Umweltminister Till Backhaus (SPD) erwartet. Er kündigte gestern an, er werde keine Grundsatzdiskussion darüber führen, ob Abwasser behandelt werden muss. "Wir müssen endlich über das Wie reden", sagte er. Es bestehe eine gesetzliche Pflicht der Kleingärtner zur Abwasserbehandlung. Ab 2013 müssen Kleingärtner Abwasser zumindest in abflusslosen Gruben sammeln und abfahren lassen. Backhaus sagte weiter, es gehe darum, das Abwasser aus Lauben "mit einem WC und/oder einer Dusche" ordnungsgemäß zu entsorgen. Es gehe nicht darum, die Schüssel Handwaschwasser nicht mehr über dem Komposthaufen oder dem Staudenbeet zu entleeren. Dem Gartenverband warf er vor, von der Landesregierung zu fordern, etwas zu dulden, was gesetzlich verboten sei.

Hinsichtlich des im Bundeskleingartengesetz verankerten Bestandsschutzes sagte der Minister, dies treffe lediglich für bauliche Anlagen, nicht aber für das Versickern von Abwasser zu.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen