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Mecklenburg-Vorpommern

17. Dezember 2017 | 17:00 Uhr

Ratgeber Grüne Woche : Abseits des Schlemmens

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Grüne Woche hat mehr zu bieten als leckeres Essen und Trinken. Wie ein Besuch zum Highlight wird

von
erstellt am 21.Jan.2017 | 06:25 Uhr

Die Internationale Grüne Woche (IGW) hat vor allem eines zu bieten: jede Menge Gaumenfreuden. Doch auch abseits der Schlemmermeilen lohnt sich ein Besuch der deutschlandweit größten Messe der Land- und Ernährungswirtschaft. Vier Möglichkeiten, die IGW zu genießen, zusammengestellt von Josefine Rosse, unserer Redakteurin vor Ort:

Am Frühling schnuppern

In die Blumenhalle ist das Paradies eingezogen – zumindest haben sich die Designer bei der Gestaltung an Martin Luthers Zitat „Das Paradies ist überall“ orientiert. Das 500. Jubiläum der Reformation lässt auch hier grüßen...

Zehntausende Frühlingsblüher, darunter Tulpen, Narzissen und Hyazinthen, verwandeln den Raum in einen Blütentraum. „Frühblüher sind Lichtboten“, sagt Dirk Meyn vom Meyn Pflanzen Gartenbau aus Parchim. „Nach dem dunklen Winter sorgen sie für Freude.“ Wann sich auch draußen das Paradies entfaltet, ist abhängig vom Wettergott. „Ich tippe auf Anfang März. Das kann sich aber auch vier Wochen nach hinten verschieben.“

Den Frühstückstyp herausfinden

Mögen Sie es herzhaft? Oder sind Sie ein Feinschmecker? Muss es morgens immer schnell gehen? Oder lassen Sie sich Zeit? Um herauszufinden, welche Frühstückstypen auf der Grünen Woche unterwegs sind, hat der Verein „Die moderne Landwirtschaft“ ein kleines Quiz konzipiert. Dabei lernt der Teilnehmer nicht nur etwas über die eigene Ernährung, sondern auch, welche Prozess- und Wertschöpfungsketten hinter der Mahlzeit stecken.

„Über das Frühstück kommt der Verbraucher morgens das erste Mal mit der Landwirtschaft in Berührung“, erklärt Agrarscout Wolfgang Klahsen, der selbst auf einem Bauernhof im Emsland mit anpackt.

„Die Verbraucher sind verunsichert. Wir klären sie auf. Was bedeuten die Begriffe Tierwohl und Pflanzenschutz oder wie sieht ein Tag in einem landwirtschaftlichen Betrieb aus?“ Wer übrigens der Facebook-Seite der modernen Landwirtschaft einen „Gefällt mir“-Daumen gibt, bekommt eine Tüte Popcorn geschenkt.

Tiere streicheln erlaubt

Hier ein „Mäh“, dort ein „Wuff“ – die Grüne Woche wird nicht nur von Zweibeinern aufgesucht. Auch Fellnasen sind traditionelle Gäste. In den Hallen 25 und 26 sagen sich Hengst und Hase gute Nacht. Mit dabei ist auch der kleine Otto aus dem märkischen Altreetz. Der vier Wochen alte Bock ist der heimliche Star unter den Nutztieren. „Seine Mama hat ihn nicht angenommen. Das kleine Flaschenkind gehört jetzt zur Familie“, sagt Ronny Miekly, der den Zwerg durch die Halle trägt.

Zum Designer werden

„Du rockst“ – so bedrucken zwei Mädchen einen Jutebeutel. Sie lachen und suchen nach dem nächsten Stempel. Die Uhr über den Köpfen bemerken sie kaum. Immerhin werden sie gerade zu Nachwuchs-Designern. Doch der Kreativkurs hat auch einen ernsten Hintergrund: Ein zentrales Thema der IGW ist der Welthunger, zu dem auch der Aspekt „Fairer Handel“ gehört. Das Bundesentwicklungsministerium möchte mit der Aktion ein Bewusstsein dafür wecken. „Während die Standbesucher ihre Stoffbeutel bedrucken, wird gezählt, wie viele T-Shirts eine Näherin aus Asien in demselben Zeitraum zusammensetzen müsste“, sagt Standbetreuerin Greta Becker. „Die Überraschung ist oft groß. 180 Shirts pro Stunde sind die Maßgabe für die Näherin.“

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