zur Navigation springen

Flughafen Rostock-Laage : Abschied mit Rekordbilanz

vom
Aus der Onlineredaktion

Geschäftsführer des Flughafens Rostock-Laage geht. Sein Erbe tritt die bisherige Chefin der Usedom Tourismus GmbH an

Auf dem Flughafen Rostock-Laage ist 2016 mit 250 199 beförderten Passagieren ein Rekord erzielt worden. Erstmals sei damit die Schwelle von 250 000 Passagieren pro Jahr überschritten worden, sagte der scheidende Geschäftsführer Rainer Schwarz gestern in Laage.
Dies entspreche einem Zuwachs von 31 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Flughafen habe sich damit vom Branchentrend abkoppeln können, der nach wie vor rückläufige Passagierzahlen bei den Regionalflughäfen aufweise. Das Erreichen der Viertelmillion-Grenze sei auch deshalb wichtig, weil sie von der Landesregierung als Voraussetzung für die weitere Förderung vorgegeben worden sei. Träger des Erfolges seien hauptsächlich die Zubringerflüge zu den Kreuzfahrt-Schiffen gewesen, erklärte Schwarz. Über die drei Kreuzfahrtunternehmen Costa Crociere, MSC Cruises und Pullmantur Cruises seien mehr als 71 000 Passagiere abgefertigt worden.

Wie der Geschäftsführer der Fluggesellschaft bmi regional, Jochen Schnadt, berichtete, wird die tägliche Geschäftsreiseverbindung nach München auf zwei tägliche Flüge ausgebaut. Ab dem Sommerflugplan werde eine zusätzliche Morgenverbindung hinzukommen. „Mit diesem zweiten Flug haben wir nun tatsächlich ein globales Produkt“, sagte er mit Blick auf die möglichen Anbindungen in München.

Nach zwei Jahren als Geschäftsführer verlässt Rainer Schwarz Rostock und wechselt in gleicher Position zum Flughafen Münster-Osnabrück. Er blicke zufrieden auf seine Tätigkeit in Laage, sagte er. In den zwei Jahren seit Dezember 2014 konnte ein Passagieranstieg von 50 Prozent verzeichnet werden. Rostock-Laage sei damit der wachstumsstärkste Flughafen in Deutschland.

Seine Nachfolge tritt die bisherige Chefin der Usedom Tourismus GmbH, Dörthe Hausmann, an. Sie kündigte an, das Kreuzfahrtgeschäft weiter ausbauen zu wollen.

Eine negative Entwicklung habe es 2016 im Bereich der Linienflüge durch den Wegfall der Route nach Köln-Bonn und im Bereich der Ausbildungsflüge gegeben. Dies hänge vermutlich mit dem Tarifstreit bei der Lufthansa zusammen. In diesem Bereich sei die Zahl der Passagiere um 80 Prozent auf 33 000 gesunken.

Wie Schwarz betonte, wurde jedoch inzwischen die Ausbildung wieder aufgenommen, so dass 2017 die frühere Zahl wieder erreicht werde. Insgesamt rechnet er damit, dass auch im laufenden Jahr ein Rekord erzielt werden kann.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen