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Industrie- und Handelskammer : Abschaffung von Kammerzwang – IHK wehren sich

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Gegen den Vorschlag der Abschaffung der Pflichtmitgliedschaft von Unternehmen regt sich Widerstand in den Industrie- und Handelskammern in MV.

Protest der Industrie- und Handelskammern in MV gegen den gestrigen Vorstoß des haushaltspolitischen Sprechers der SPD-Bundestagsfraktion, Johannes Kahrs, zur Abschaffung des Kammerzwangs. „Die Kammern haben vom Staat Aufgaben übertragen bekommen, die dieser nicht mehr wahrnimmt, wie z.B. die Duale Ausbildung. Dazu kommen eine Reihe von freiwilligen Aufgaben, die die Mitglieder mit ihren Beiträgen selbst finanzieren. Dafür brauchen wir die Pflichtmitgliedschaft“, sagt Andreas Kraus, Sprecher der IHK Schwerin.

Eine Sprecherin der IHK zu Rostock ergänzt: „Die Betreuung von Auszubildenden, die Beratung von Existenzgründern, aber auch von Unternehmen in Schwierigkeiten, die Begleitung der Unternehmen auf neue Märkte, der Einsatz für die nötige Infrastruktur vor Ort und ganz aktuell die Integration von Flüchtlingen in Ausbildung und Arbeitsmarkt sind Aufgaben, die auch in konjunkturell weniger guten Zeiten gesichert sein müssen.“ Johannes Kahrs hatte zuvor erklärt: „Man kann überall austreten, aus der Gewerkschaft, aus der Partei, aus der Ehe, nur nicht aus der IHK. Wir brauchen eine Abschaffung der Pflichtmitgliedschaft.“ Hintergrund der Äußerungen sind Klagen der Unternehmen gegen die Pflichtbeiträge.

rasb/eska

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