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Mecklenburg-Vorpommern

24. November 2017 | 08:42 Uhr

Abitur - von sehr gut bis geht so

vom

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erstellt am 05.Nov.2013 | 09:55 Uhr

Schwerin | Die Gesamtschule Stavenhagen, das Gymnasium in Hagenow und das Fridericianum in Schwerin haben im vergangenen Sommer ihre Schüler mit den besten Abiturnoten ins "richtige" Leben entlassen. Die erfolgreichen Schulabgänger in Stavenhagen erreichten im Durchschnitt eine 1,9, in Hagenow war es eine 2,0. Am "Fritz" in Schwerin wurde ein Durchschnitt von 2,1 verzeichnet.

Landesweit lag der Abiturdurchschnitt der öffentlichen Schulen bei 2,4. Das geht aus Daten des Bildungsministeriums hervor, die unserer Zeitung vorliegen. Insgesamt fielen die Durchschnitts-Noten an den Gymnasien, den Kooperativen Gesamtschulen und den Abendgymnasien etwas besser aus als an den Integrierten Gesamtschulen und den Fachgymnasien. Von den 3600 Schülern, die sich zu den Abiturprüfungen meldeten, haben fünf Prozent das Abitur nicht bestanden. Unter den erfolgreichen Abiturienten war ein Anteil von rund zwölf Prozent, der die Schule nach 13 Jahren verließ; ein Jahr mehr als die Regelschulzeit.

In 55 Prozent der Fälle waren es Mädchen, die sich ihr Abi-Zeugnis abholten. Im Durchschnitt hatten sie bessere Noten als die Jungen. Während die Jungen im Schnitt mit einer 2,5 die Schule verließen, konnten sich die Mädchen über eine gute 2,3 freuen. Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) sieht einen bundesweiten Trend in allen Jahrgangsstufen der Schulen bestätigt. "Offenbar haben Mädchen im Vergleich zu den Jungen einen großen Hang zum Fleiß", mutmaßt der Minister.

Nach Ansicht Brodkorbs taugt der Abiturdurchschnitt nicht als Schulvergleichsmaßstab: "Unterrichtsbedingungen, Einzugsgebiete, die Höhe des Förderbedarfs der Schüler und die Personalausstattung einer Schule bleiben

unberücksichtigt." Auch würden Schulen in "sozialen Brennpunkten" hervorragende Arbeit leisten, selbst "wenn sie niemals die Ergebnisse anderer Schulen erreichen werden". Der Vergleich der Abiturdurchschnitte, die eine Schule in verschiedenen Jahren meldet, legt zudem nahe, dass dieser auch von der individuellen Leistungsstärke der einzelnen Schüler abhängt. Beispiel Große Stadtschule Wismar, wo der Durchschnitt 2012 bei 2,6 lag. In diesem Jahr waren es 2,25.

Bundesweit lassen sich aus den Abiturnoten sowieso kaum Schlüsse ziehen. Nicht nur die Anforderungen unterscheiden sich. Selbst wenn zwei Schüler in Mecklenburg-Vorpommern und in Bayern identische Noten auf ihren Zeugnissen der elften und zwölften Klasse sowie identische Zensuren in den Abiturprüfungen haben, errechnen sich daraus dank unterschiedlicher Gewichtung zwei unterschiedliche Abiturnoten.

Für die Schulen in freier Trägerschaft liegt keine Gesamtübersicht vor. Auf eine Anfrage unserer Zeitung antwortete lediglich die Christophorusschule Rostock. Dort verließen im Sommer 98 Abiturienten die Schule, der Abiturdurchschnitt lag bei 2,0. Acht Jugendliche erhielten die Traumnote 1,0. Darunter war ein Junge.

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