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Mecklenburg-Vorpommern

14. Dezember 2017 | 20:14 Uhr

Störche in MV : Abflug in vollem Gange

vom
Aus der Onlineredaktion

Die ersten Störche ziehen schon wieder nach Süden / Manche Paare haben aber noch Junge im Nest

Die ersten Störche aus Mecklenburg-Vorpommern haben sich auf den Weg nach Süden gemacht. „Der Abflug ist in vollem Gange“, sagte Stefan Kroll von der Landesarbeitsgruppe Weißstorchschutz des Naturschutzbundes am Freitag. Die Großvögel sammelten sich in Trupps. Es seien Gruppen von mehr als 20 Störchen östlich von Rostock und 55 bei Güstrow beobachtet worden. „Sie sind mit dem guten Wetter in dieser Woche aufgebrochen“, sagte Kroll.

Zuerst sammeln sich stets die Jungstörche und solche, die nicht gebrütet haben. Die Jüngsten des aktuellen Jahrgangs werden von erfahrenen, zwei oder drei Jahre alten Jungstörchen angeführt, „die wissen, wo es langgeht“, sagte Kroll. Von einem Trupp bei Rostock sei ein noch schwächlicher Storch zurückgeblieben. Er werde jetzt im Rostocker Zoo aufgepäppelt und Ende des Monats ausgewildert, berichtete der Professor an der Universität Rostock.

Altstörche, die erfolgreich brüteten, ruhen sich noch ein bisschen aus oder sind noch dabei, ihre Jungen aufzuziehen. Da im Frühjahr wegen der Kälte viele Störche erst spät zurückkehrten, verzögerte sich die Brut. Es gebe Junge, die noch nicht flügge seien.

Nach Einschätzung Krolls hätte 2017 ein Jahr mit durchschnittlichem Bruterfolg werden können, wenn es nicht die Starkregen Ende Juni gegeben hätte. Die nasse Witterung kostete womöglich 200 Jungstörche im Land das Leben. Für die Überlebenden sei das Futterangebot wegen der Feuchtigkeit gut gewesen. So habe es in diesem Jahr mehrere Paare mit vier und sogar mit fünf Jungen gegeben. Insgesamt sei es aber eher ein schlechtes Jahr.

Zahlen liegen noch nicht vor. 2016 waren in Mecklenburg-Vorpommern mit 721 so wenige Weißstorchpaare gezählt worden wie nie zuvor. Auch der Bruterfolg war im Vorjahr mit 862 Jungvögeln außerordentlich schlecht. Seit etwa zehn Jahren geht der Storchennachwuchs Kroll zufolge zurück.

Birgit Sander

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