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Mecklenburg-Vorpommern

24. November 2017 | 19:53 Uhr

Abflug aus Laage: Airport-Chefin geht

vom

svz.de von
erstellt am 13.Mär.2012 | 08:36 Uhr

Rostock/Kassel | Der Flughafen Rostock-Laage wird sich bald einen neuen Chef suchen müssen: Maria Anna Muller, die den Airport seit 2007 leitete, fängt im September als Geschäftsführerin beim Flughafen Kassel-Calden an und wird dort zunächst für den Vertrieb zuständig sein. Den Wechsel bestätigte der Aufsichtsrat der Flughafen GmbH Kassel gestern. Hessens Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) lobte die Rostockerin als "ausgewiesene Fachfrau mit einer exzellenten Expertise". Gerade in der Akquise von Airlines habe sich Muller deutschlandweit einen Namen gemacht.

Das bewies die Geschäftsführerin des Flughafens Rostock-Laage gestern einmal mehr. Die Fluggesellschaft Sky Airlines kündigte gestern an, künftig das ganze Jahr auf der Strecke zwischen Rostock-Laage und dem türkischen Antalya zu fliegen. Damit würden auch in den Monaten November bis März jeden Sonntag Maschinen von Sky Airlines die beiden Flughäfen miteinander verbinden. Eingefädelt wurde das Geschäft erst in der vergangenen Woche auf der Internationalen Tourismusbörse ITB in Berlin. "Es freut mich sehr, dass Sky Airlines mit dem Standort Rostock sehr zufrieden ist und die Trenddestination Antalya so gut abdecken kann", sagt Muller. Sky Airlines habe sich als guter und verlässlicher Partner erwiesen. Im aktuellen Sommerflugplan werden die Maschinen wöchentlich dreimal starten und landen. Zusätzlich seien wegen der hohen Nachfrage bereits eine Reihe von Zusatzflügen in die Buchungssysteme eingestellt worden. Hintergrund sei der zunehmende Türkei-Tourismus, der wegen der schwierigen politischen Lage in Nordafrika an Bedeutung gewinne. 2011 seien 35 000 Passagiere auf der Strecke Rostock-Antalya gezählt worden. Trotz positiver Entwicklung bei Fluglinien und Passagierzahlen schreibt der Flughafen Rostock-Laage allerdings seit Jahren rote Zahlen. 2011 mussten 2,55 Millionen Euro Verlust ausgeglichen werden, um den Airport vor der Pleite zu bewahren. Während der jüngsten Sitzung der Bürgerschaft entbrannte darum ein heftiger Streit zwischen den Fraktionen. Denn die Hansestadt Rostock, die über die RVV die meisten Anteile hält, war beim Verlustausgleich für die anderen beiden Gesellschafter - Landkreis Rostock und die Stadt Laage - eingesprungen. Und zurzeit ist noch unklar, wann Rostock das Geld zurückbekommt. Zudem hat die Landesregierung angekündigt, ab 2016 keine Zuschüsse mehr zu zahlen. Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) sagte, Bürgerschaft und Verwaltung müssten gemeinsam eine Beteiligung des Landes einfordern.


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