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Verbesserungen für Pendler : Ab April mehr Züge Richtung Hamburg

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Landesregierung regiert auf Kritik

svz.de von
erstellt am 17.Feb.2016 | 21:00 Uhr

Die Landesregierung in Schwerin will auf die massive Kritik am neuen Fahrplan der Bahn reagieren und für Pendler in Richtung Hamburg Verbesserungen erreichen. Geplant sind von April bis Dezember drei zusätzliche Pendlerzüge, teilte Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) auf Nachfrage mit. „An den Mehrkosten beteiligt sich das Land Mecklenburg-Vorpommern mit 590  000 Euro“, sagte der Minister.

So wird ein zusätzlicher Zug werktags um 5.40 Uhr vom Schweriner Hauptbahnhof über Boizenburg bis Büchen fahren (Ankunft 6.27 Uhr). Dort soll das Umsteigen in den IC 2189 in Richtung Hamburg möglich sein. Für den Feierabendverkehr sind zwei zusätzliche Züge in die entgegengesetze Richtung vorgesehen. Ein Pendlerzug fährt 17.22 Uhr vom Bahnhof Büchen los und kommt 18.10 Uhr in Schwerin an. Der Zug ist von Hamburg aus mit dem vom IC 2071 (Abfahrt 16.51 Uhr) zu erreichen. Außerdem fährt 15.25 Uhr ein Zug von Büchen nach Hagenow Land.

Der Fahrplanwechsel bei der Bahn am 13. Dezember hatte Verschlechterungen für Pendler im westlichen Mecklenburg gebracht. Mehr als 1000 Betroffene müssen bis zu eine Stunde früher von zu Hause los, um pünktlich am Dienstort zu sein, kritisierte der Fahrgastverband Pro Bahn.

Wie Pegel gestern mitteilte, hat das Kabinett einem „Integrierten Landesverkehrsplan“ aus seinem Haus zugestimmt. Danach sollen beispielsweise weniger Straßen neu gebaut , stattdessen der Schwerpunkt auf den Erhalt bestehender Verbindungen gelegt werden. Mindestens zwei Drittel der Gelder sollen so in die Erhaltung fließen, der Rest für den Ausbau. „Der Landesverkehrsplan ist eine Diskussionsgrundlage“, sagte Pegel. Gefragt seien regional angepasste Konzepte, die auch den Einsatz von Sammeltaxis oder Anrufbussen für dünnbesiedelte Regionen beinhalten.

Linken-Verkehrspolitikerin Mignon Schwenke kritisierte, bevor dieser Plan das Licht der Welt erblickte, habe das Land bereits Tatsachen wie die Einstellung der „Südbahn“ Parchim-Malchow geschaffen, „die dem Sinn eines integrierten Verkehrsplanes zuwiderlaufen“.

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