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Sicherheitsrisiko : A20 bei Tribsees ab Freitag voll gesperrt

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Neue Schäden reißen Gegenfahrbahn mit sich. Es gibt neue Umleitungen in beide Richtungen

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erstellt am 25.Okt.2017 | 20:01 Uhr

Aufgrund neuer Schäden am Untergrund der A 20 bei Tribsees wird die Ostseeautobahn ab Freitagmorgen auch in Richtung Stettin für den Verkehr voll gesperrt. Eine dauerhafte Verkehrssicherheit sei in diesem Bereich nicht mehr zu gewährleisten, hieß es heute aus dem Schweriner Verkehrsministerium. Die täglichen Messungen hätten ergeben, dass auch die Fahrbahn in Richtung Stettin zunehmend absackt und die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer nicht mehr zu gewährleisten sei. „Wir haben diese wichtige Verkehrsader unter Verkehr belassen können, so lange es vertretbar war. Doch die Sicherheit derjenigen, die sie nutzen, hat absolute Priorität“, so Manfred Rathert, Leiter des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr. Von der bisherigen Abbruchstelle Richtung Rostock führten inzwischen Risse quer zur noch intakten Fahrspur. Deshalb sei es unumgänglich, nun auch die vierte Spur und somit die komplette Autobahn in diesem Abschnitt zu sperren.

Das bisherige Umleitungskonzept über Sanitz wird nicht weiter verfolgt, heißt es aus dem Straßenbauamt. Es werde zunächst zwischen den beiden Anschlussstellen Bad Sülze und Tribsees und umgekehrt zwei getrennte Umleitung geben, je Richtung eine. Mit Beginn der Vollsperrung am Freitagmorgen werden die Fahrzeuge in Richtung Rostock statt über Sanitz über die Landesstraßen 19 und 23 zur Anschlussstelle Bad Sülze geführt. Die Arbeiten auf der L 23 wurden beschleunigt, so dass die Fahrbahn ab Freitag freigegeben werden kann. Die Durchfahrt in Gegenrichtung ist verboten. Durch diese Umleitungsführung soll sich die bisherige Umleitung von 30 auf 11 Kilometer verkürzen.

 

Für den Verkehr in Richtung Stettin erfolgt die Umleitung ab der Anschlussstelle Bad Sülze über die Kreisstraße 9 zum Anschluss Tribsees. Auch diese Strecke gilt nur für eine Richtung. Verkehrsminister Christian Pegel (SPD): „Mit dieser Art Kreisverkehr können wir den Verkehr entzerren und die vorhandenen Kapazitäten und Straßen nutzen. Trotzdem wird es bei starkem Verkehrsaufkommen auf Grund der Straßensituation zu Staus kommen, aber die kurzfristigen Handlungsmöglichkeiten sind begrenzt.“

 

Der Bau einer Behelfsbrücke ist geplant. Einen Termin gibt es noch nicht, so Pegel, der auf den Sommer 2018 hofft. Anfang Oktober war en erste Teile der A20 bei Tribsees weggebrochen.

 

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