Petersdorfer Brücke : A19: Ein Nadelöhr weniger

Die Dauerbaustelle Petersdorfer Brücke auf der A19 wird wieder zum Nadelöhr.

Die Dauerbaustelle Petersdorfer Brücke auf der A19 wird wieder zum Nadelöhr.

Die erste Hälfte der Petersdorfer Brücke auf der A19 ist fertig. Statt über zwei kann der Autoverkehr wieder über vier Spuren rollen.

svz.de von
06. Juli 2018, 15:16 Uhr

Nach dreijähriger Unterbrechung rollt der Verkehr auf der Autobahn 19 zwischen Berlin und Rostock wieder vierspurig über die Petersdorfer Brücke. Damit ist zu Beginn der Urlaubssaison ein Nadelöhr auf dem Weg zur Ostsee beseitigt. Die marode Brücke über den Petersdorfer See bei Malchow (Mecklenburgische Seenplatte) wird in zwei Etappen erneuert. Als erstes wurde der westliche Brückenteil fertiggestellt. Wie ein Sprecher der Autobahnmeisterei Malchow am Freitagmorgen sagte, wurde die Fahrbahn bereits am Donnertagabend auf zwei Spuren für den Verkehr Richtung Süden freigegeben. Die Vorbereitungen dafür seien schneller beendet worden als geplant. Ursprünglich sollte die Freigabe erst Freitagfrüh erfolgen.

Auf dem noch alten östlichen Brückenteil, über den der Verkehr drei Jahre lang jeweils einspurig in jede Richtung lief, stehen nun ebenfalls zwei Spuren nach Norden zur Verfügung. Wegen der Mängel und der engen Verkehrsführung durfte die Stelle bislang nur mit maximal 40 Kilometern pro Stunde überquert werden. Das führte regelmäßig zu langen Staus, besonders in den Ferienzeiten. An der Brücke gelte Tempo 80, an der Ausfahrt Waren 60 Kilometern pro Stunde, sagte der Sprecher der Autobahnmeisterei. Rund 38 000 Fahrzeuge am Tag passieren nach Angaben von Verkehrsexperten im Sommer die Brücke.

Vom 12. Juli an soll der gesamte Verkehr dann vierspurig über die neue, breitere Brückenhälfte geführt werden. Danach wir mit der Demontage des östlichen Brückenteils begonnen. Der vom Bund finanzierte Brückenbau wird teurer als geplant: Statt der veranschlagten 43 Millionen wird nun mit Kosten von 62 Millionen Euro gerechnet.

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