Bau der A 14 : A 24 wird in der Nacht zu Sonntag gesperrt

Am Wochenende  bekommen die Autofahrer  erstmals zu spüren, dass es mit dem Weiterbau der A 14 vom Dreieck Schwerin in Richtung Süden vorangeht. dpa
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Am Wochenende bekommen die Autofahrer erstmals zu spüren, dass es mit dem Weiterbau der A 14 vom Dreieck Schwerin in Richtung Süden vorangeht. dpa

Achtung Autobahnfahrer! Zwischen der Anschlussstelle Ludwigslust und dem Autobahndreieck Schwerin wird die A 24 in der Nacht zum Sonntag voll gesperrt. Grund dafür ist der Weiterbaus der A 14 in Richtung Grabow.

svz.de von
17. Januar 2013, 06:59 Uhr

Fahrbinde | Am Wochenende bekommen die Autofahrer und die Einwohner der Region Schwerin erstmals zu spüren, dass es mit dem Weiterbau der A 14 vom Dreieck Schwerin in Richtung Süden vorangeht: Die A 24 wird in der Nacht zu Sonntag gesperrt, weil für den Ausbau des Autobahndreiecks zum Autobahnkreuz die Fällung von 20 Bäumen notwendig ist. Betroffen sind die Fahrspuren in Richtung Berlin. Der Verkehr in Richtung Hamburg kann auf der A 24 bleiben.

Zum Glück ist an dieser Stelle eine Umleitung des Verkehrs unproblematisch: Fahrzeuge, die aus Richtung Hamburg kommen, müssen die A 24 an der Abfahrt Ludwigslust verlassen. Die Umleitungsstrecke führt über die B 106 durch Fahrbinde bis zum Abzweig Goldenstädt. Kurz vor dem Lewitzdorf gibt es eine Behelfszufahrt zur A 14. Diese ist normalerweise für den öffentlichen Verkehr tabu. Nur Fahrzeuge der Autobahnmeisterei sowie Einsatzkräfte von Polizei sowie Rettungsdienst dürfen sie nutzen. In der Nacht zu Sonntag ist das anders. Dann wird die Behelfszufahrt freigegeben, um den umgeleiteten Verkehr erst auf die A 14 und am Autobahndreieck wieder auf die A 24 zu bringen. Diese Verkehrsführung gilt für die Zeit der Sperrung der A 24: von Sonnabend, 22 Uhr, bis Sonntag, 8 Uhr.

Die Arbeiten jetzt am Wochenende dienen der Vorbereitung des Baus des neuen Autobahnkreuzes. Das wird nahe Fahrbinde, westlich neben dem jetzigen Autobahndreieck entstehen. Aber erst im Spätsommer oder Frühherbst geht es an dieser Stelle richtig los.

Insgesamt laufen an dem 16 Kilometer langen Abschnitt der künftigen A 14 vom Autobahnkreuz Schwerin bis nach Ludwigslust/Grabow weitere, wichtige Vorarbeiten. Wo die neue Autobahn genau verlaufen wird, das ist schon jetzt zu erkennen. Denn für die Autobahntrasse musste eine große Schneise in den Wald geschlagen werden. Danach rückten Archäologen an. Sie untersuchten das Areal auf Bodendenkmale, Auffälliges oder Besonderes trat nicht zutage. Jetzt sind Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes damit beschäftigt, eine acht bis zehn Hektar große Fläche nahe der B 5 bei Ludwigslust zu sondieren und nach alter Munition abzusuchen. Bis Ende Februar soll auch das erledigt sein, berichtete Stefan Anker bei einem Ortstermin. Er ist der Projektleiter für die A 14 beim Straßenbauamt Schwerin. Gemeinsam mit seinem Kollegen Dirk Dannenberg und Bernd Kanscheit vom zuständigen Ingenieurbüro aus Schwerin überzeugte sich Anker von Stand der Arbeiten an der A 14. Fazit: Alles im Plan. An den Baustellen wird entsprechend der Vergabe zügig gearbeitet.

Offizieller Baubeginn für diesen A 14-Abschnitt war am 1. November vorigen Jahren (SVZ berichtete). 148 Millionen Euro soll er kosten. Die Fertigstellung ist für 2015 geplant. Wie das Bundesverkehrsministerium mitteilt, stehen nun die eingeplanten 69 Millionen Euro aus EU-Mitteln für diesen Abschnitt bereit.

Mecklenburg-Vorpommern hat dann noch den Hut auf für den A-14-Abschnitt von Grabow bis zur Landesgrenze mit Brandenburg. Hier laufen die Planungen.

Beim Weiterbau der A 14 geht es um den Lückenschluss zwischen Schwerin und Magdeburg. Insgesamt 155 Kilometer Autobahn zwischen den Landeshauptstädten müssen noch gebaut werden. Die Gesamtkosten werden auf 1,25 Milliarden Euro geschätzt. Fertig sein soll die A 14 frühestens im Jahr 2020.

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