„Hubchain“-Bürgerbus in Röbel : Zu wenig Häuser: Modellvorhaben für fahrerlosen Bus vorerst abgesagt

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Neuartiger Bürgerbus in der Region Röbel kommt doch nicht - die Technik funktioniere in ländlichen Räumen nicht.

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05. Dezember 2019, 10:00 Uhr

Das in der Region Röbel (Mecklenburgische Seenplatte) geplante Modellvorhaben mit einem autonom fahrenden Bürgerbus findet nun doch nicht statt. Die Technik für den „Hubchain“-Bus, der derzeit in Osnabrück getestet wird, funktioniert auf dem Land nicht, sagte Udo Onnen-Weber vom Kompetenzzentrum ländliche Mobilität (Komob) am Donnerstag in Wismar. Das fahrerlose Testfahrzeug sollte im Frühjahr 2020 auf etwa vier Kilometern zwischen Ludorf und Röbel fahren und unter anderem das Zusammenspiel mit Agrarfahrzeugen testen.

Sensorik orientiert sich an Gebäuden am Straßenrand

Der „Hubchain“ verwendet eine Sensorik, die an den Straßenrändern Gebäude „zum Abtasten“ braucht, erläuterte der Wissenschaftler. Damit sei diese Technik nur innerorts in Städten und Dörfern verwendbar.

Das Projekt hatte ein Bürgerbusverein an die Müritz holen wollen, der bereits Kleinbusse fahren lässt, damit Menschen angesichts eines ausgedünnten öffentlichen Nahverkehrs von Dörfern zum Arzt, zu Ämtern und Versorgungseinrichtungen im Amt Röbel kommen. Dieser Bürgerbus hat monatlich etwa 150 Mitfahrten.„Wir versuchen nun, ein ähnliches autonomes Busprojekt mit einem anderen Anbieter zu organisieren“, sagte Onnen-Weber. Dieser verwende eine andere Sensortechnik, die auch in dünn besiedelten Gebieten funktionieren soll. Hierfür gebe es noch keine genaue Zeitplanung. 

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