Mecklenburg-Vorpommern : Wirtschaftsminister Glawe will Meisterbrief nachhaltig stärken

Das Handwerk sei in Mecklenburg-Vorpommern ein bedeutender Wirtschaftszweig.

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22. Juni 2020, 12:49 Uhr

Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) hat die Bedeutung von Meisterbriefen für die Zukunft des Handwerks hervorgehoben. Das Handwerk sei in Mecklenburg-Vorpommern ein bedeutender Wirtschaftszweig, sagte Glawe am Montag beim Besuch mehrerer Handwerksbetrieben in Rostock und Warnemünde.

Derzeit gilt es, neben den Herausforderungen der Corona-Pandemie weitere Aufgaben zu bewältigen - den zunehmenden Fachkräftemangel und die Nachfolgeregelung in vielen Betrieben. Ein richtiger Weg dabei ist die nachhaltige Stärkung des Meisterbriefs. Harry Glawe, Wirtschaftsminister
 

Die Unternehmen auf der „Meistertour“ des Ministers hätten eindrucksvoll gezeigt, wie wertvoll eine umfassende Qualifikation für das erfolgreiche Führen eines Handwerksbetriebs ist.

Meistertitel als Premiummarke

Glawe hatte zuerst in Rostock das Unternehmen „Historische Tasteninstrumente - Johann-Gottfried Schmidt“ besucht, das mit drei Mitarbeitern Instrumente wie kleine Orgeln, Cembali und Clavichorde baut. Danach stand die „Becker & Partner Baugesellschaft mbH“ mit 36 Mitarbeitern auf dem Programm, die sich auf die Herstellung und Verlegung von Böden im Schiff-, Industrie- und Wohnungsbau spezialisiert hat.

Zum Abschluss informierte sich Glawe bei der „Warnemünder Bau GmbH“ bei einem Betriebsrundgang über aktuelle Vorhaben. Die 65 Mitarbeiter des Bauunternehmens - darunter sechs Auszubildende - realisieren Neubauten, sanieren Bestandsgebäude und modernisieren Innenbereiche.

Das Wirtschaftsministerium unterstützte über die Programme „Meister-Extra“ und „Meisterprämie“ Fachkräfte, die sich qualifizieren oder ein Unternehmen übernehmen wollen. Zudem werbe die Kampagne „Besser ein Meister“ für den Meistertitel als Premiummarke.

Derzeit sind nach Angaben des Ministeriums mehr als 20 000 Betriebe bei den Handwerkskammern M-V verzeichnet. Dem Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern können den Angaben zufolge etwa zehn Prozent der Bruttowertschöpfung, rund 14 Prozent der Erwerbstätigen und etwa 25 Prozent des Ausbildungsmarkts zugerechnet werden.

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