Wirtschaft in MV : Nord Stream baut Zusatzfilter in Klärwerken - Ausgleich für Pipeline

Blick auf die Baustelle der Zusatzfiltrationsanlage auf dem Gelände Abwasserwerk Greifswald (Luftaufnahme mit Drohne).

Blick auf die Baustelle der Zusatzfiltrationsanlage auf dem Gelände Abwasserwerk Greifswald (Luftaufnahme mit Drohne).

Damit sollen weniger Nährstoffe in die Rügenschen Boddengewässer gelangen.

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03. Dezember 2019, 15:02 Uhr

Als Ausgleich für Umwelteingriffe beim Bau der Ostsee-Gaspipeline finanziert der Investor Nord Stream 2 zusätzliche Filtertechnik in Kläranlagen an der Ostsee. Die Klärwerke von Bergen und Göhren auf Rügen sowie von Stralsund und Greifswald erhalten Zusatzanlagen, damit weniger Nährstoffe in die Rügenschen Boddengewässer gelangen. Am Dienstag ist die Zusatzfiltration in Greifswald in den Probebetrieb bis Anfang 2020 gegangen. 

Bauarbeiten überall im Plan

Wie ein Sprecher von Nord Stream 2 mitteilte, soll das Abwasserwerk in Greifswald den Eintrag von Stickstoff in die Umwelt um rund 21 Tonnen und von Phosphor um rund 0,6 Tonnen pro Jahr verringern. Damit würde die Zufuhr von belastenden Stoffen in den Greifswalder Bodden um bis zu drei Viertel reduziert. Derzeit liefen in allen vier Anlagen die Bauarbeiten planmäßig. Insgesamt sollen sie die jährlichen Nährstoffeinträge von Stickstoff in Form von Nitrat um rund 70 Tonnen und von Phosphor um rund drei Tonnen verringern.

Investition von über 40 Millionen Euro

Weitere Kompensationsmaßnahmen von Nord Stream waren 2018 der Erwerb von Ökopunkten für die Renaturierung der Fischlandwiesen auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst sowie der Polder Bargischow, wo 440 Hektar wieder unter Wasser gesetzt werden. Insgesamt investiert die Nord Stream 2 AG nach eigenen Angaben mehr als 40 Millionen Euro in die Kompensationsmaßnahmen in Deutschland.

Durch die doppelsträngige Leitung Nord Stream 2 soll vom kommenden Jahr an Erdgas aus Russland über mehr als 1200 Kilometer zu den europäischen Verbrauchern transportieren werden. Die Kapazität liegt bei 55 Milliarden Kubikmeter pro Jahr.

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