Wirtschaft in MV : Bau von Ostseepipeline Nord Stream 2 schreitet voran

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Fachleute haben am Montag vor der Südspitze Rügens damit begonnen, zwei bereits im Vorjahr verlegte Leitungsstücke zu verbinden. Die Entwicklung erfolgt ungeachtet politischer Streitigkeiten.

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12. August 2019, 13:54 Uhr

Ungeachtet des politischen Streits und noch ungeklärtem Trassenverlauf vor der dänischen Ostsee-Insel Bornholm schreitet der Bau der Erdgasleitung Nord Stream 2 voran. Wie das Tochterunternehmen des russischen Staatskonzerns Gazprom mitteilte, begannen am Montag vor der Südostspitze Rügens Fachleute damit, zwei bereits im Vorjahr verlegte Leitungsstücke zu verbinden. Dazu würden die jeweiligen Leitungsenden aus dem Wasser gehoben, auf dem Verlegeschiff Castor 10 zusammengeschweißt und dann wieder versenkt, hieß es. Für die gesamte Aktion werden zwei bis drei Wochen veranschlagt.

Der neue Doppelstrang wird im wesentlichen parallel zur Ostsee-Pipeline Nord Stream 1 verlegt, durch die schon seit 2011 Gas aus Russland nach Lubmin bei Greifswald fließt. Den Planungen zufolge soll die neue, ebenfalls 1200 Kilometer lange Leitung Ende des Jahres betriebsbereit sein. Die USA und einige EU-Staaten kritisieren den Bau, weil sie eine zu große Abhängigkeit von russischem Gas befürchten.

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