Wegen Corona-Krise : „Fusion“-Festival fällt 2020 aus

Rund 70 000 Fans wollten im Juni bei dem beliebten „Fusion“-Festival feiern. Die Veranstalter haben das alternative Festival angesichts der Corona-Pandemie nun abgesagt.

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09. April 2020, 14:36 Uhr

Das „Fusion“-Festival auf dem ehemaligen Flugplatzgelände Lärz (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) fällt in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie aus. „Angesichts der Lage und der Aussichten, die wir jetzt sehen, können wir das Festival in diesem Jahr nicht durchführen“, teilte die Veranstalter am Donnerstag auf ihrer Internetseite mit.

Jährliches Festival in Lärz

Das „Fusion“-Festival zählt zu den größten Festivals in Norddeutschland und findet seit 1997 normalerweise jährlich statt. Für mehrere Tage im Jahr wird die kleine Gemeinde Lärz an der Mecklenburgischen Seenplatte dann zu einer der größten Städte des Bundeslandes.

Das nächste „Fusion“-Festival soll den Angaben zufolge nun vom 30. Juni bis zum 4. Juli 2021 stattfinden. Ursprünglich war das alternative Festival in diesem Jahr vom 24. bis 28. Juni geplant - nach Veranstalterangaben war es mit rund 70 000 Tickets bereits ausverkauft. Diese behalten ihre Gültigkeit für das kommende Jahr.

Selbst wenn sich die derzeitige Situation der Corona-Pandemie bis zum Start Ende Juni normalisiert hätte, werde es nicht vertretbar sein, ein Festival mit 70 000 Besuchern aus aller Welt zu veranstalten, hieß es weiter. Die „Fusion“, mit dem Schwerpunkt elektronische Musik, findet auf dem rund 100 Hektar großen Gelände des ehemaligen Militärflugplatzes statt.

Debatte um Polizeipräsenz

Im vergangenen Jahr wurde erstmals eine mobile Polizeiwache eingerichtet, jedoch außerhalb des Geländes. Die Frage, ob die Beamten jederzeit und anlasslos Zutritt zum Festivalgelände haben sollen, sorgte für monatelange Diskussionen zwischen Behörden und Veranstalter. Die Veranstalter drohten, dass es mit Polizeipräsenz kein Festival geben werde. Erst wenige Woche vor Beginn einigten sich die Parteien darauf, dass es unter anderem eine mobile Polizeiwache außerhalb des Geländes und eine tägliche Besprechung zwischen Veranstaltern und Beamten geben soll.

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