Wismar/Rostock : Wasser geht zurück: Keine Schäden durch neuerliche Sturmflut in MV

Ein Radfahrer fährt durch eine überflutete Straßenkreuzung in Wismar.
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Ein Radfahrer fährt durch eine überflutete Straßenkreuzung in Wismar.

Die zweite Sturmflut des Jahres verläuft für Mecklenburg-Vorpommern glimpflich. Für die sturmerprobten Küstenanwohner war der Mittwoch business as usual.

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09. Januar 2019, 17:53 Uhr

Die zweite Sturmflut des Jahres 2019 hat an Mecklenburg-Vorpommerns Küsten nach ersten Einschätzungen keine größeren Schäden hinterlassen. In Wismar stieg das Wasser auf den Pegelstand von 6,38 Meter, 1,38 Meter höher als normal, sagte Stadtsprecher Marco Trunk am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Mit dem Schiffbauerdamm sei eine Straße gesperrt worden, diese Straße bleibe nur bis zu einer Wasserhöhe von 1,25 Meter über Normal trocken.

Straßen sind während der Sturmflut im Stadthafen von Wismar wegen Hochwasser gesperrt.
Jens Büttner/dpa

Straßen sind während der Sturmflut im Stadthafen von Wismar wegen Hochwasser gesperrt.

 

Über die Kaikante sei kein Wasser gekommen, dort muss das Wasser die Zusatzhöhe von 1,50 Meter erreichen. Soweit bekannt, seien in Wismar auch keine Autos im Wasser gestanden. «Es gibt keinen Panikmodus», betonte Trunk, der nach dem abermaligen Hochwasser binnen weniger Tage nun Gummistiefel im Büro hat.

Weiterlesen: Wasser blieb in Wismar unter der Kaikante

 

Entspannung war auch im Landkreis Rostock zu spüren. Entlang der Küste seien keine Schäden aufgetreten, sagte Sprecher Michael Fengler.

Weiterlesen: Sturm scheint in Rostock überstanden

Vor knapp einer Woche hatte die erste Sturmflut des Jahres an den Küsten in MV gewütet und dabei erhebliche Schäden angerichtet.

 

Keine außergewöhnliche Sturmflutlage

Der Meteorologe Stefan Kreibohm vom Wetterstudio Hiddensee bezeichnete die Sturmflutlage als nicht außergewöhnlich für Mecklenburg-Vorpommern. «Es bestand keine Gefahr, dass Größeres passiert.» Die Pegelstände würden nun wieder sinken, für Donnerstag sei auch wieder mit deutlich ruhigerem Wetter zu rechnen.

Wellen brechen über die Steinmole am Fischereihafen von Timmendorf auf der Ostseeinsel Poel.
Jens Büttner/dpa

Wellen brechen über die Steinmole am Fischereihafen von Timmendorf auf der Ostseeinsel Poel.

 

Als Sturmflut werden in der Ostsee Pegelstände von einem Meter bis 1,25 Meter bezeichnet. Bis 1,50 Meter handelt es sich um eine mittlere, bis zwei Meter um eine schwere und darüber um eine sehr schwere Sturmflut. In der vergangenen Woche waren am Wismarer Hafen bei einem Pegelstand von 1,84 Meter über Normal Straßen überflutet und ein Fußweg unterspült worden. Entlang der Küste waren teils schwere Schäden aufgetreten.

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