Aufruf von Verdi : Warnstreik stoppt Busse in Vorpommern-Rügen und Greifswald

Im Landkreis Vorpommern-Rügen fuhr kein Bus mehr, in Greifswald wurde nur der Schülerverkehr aufrechterhalten. Die Gewerkschaft macht mit Warnstreiks weiter Druck für mehr Geld für Busfahrer.

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06. Februar 2020, 07:28 Uhr

Ein Warnstreik der Busfahrer hat am Donnerstag den Schüler- und Linienverkehr im Kreis Vorpommern-Rügen lahmgelegt. Nach Angaben der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen (VVR) waren alle Betriebshöfe betroffen. Alle Fahrten zwischen Ribnitz-Damgarten, der Insel Rügen, Stralsund und Grimmen fielen aus. Die Streik-Ankündigung der Gewerkschaft Verdi sei so kurzfristig erfolgt, dass das Bus-Unternehmen nicht mehr reagieren konnte, hieß es. Laut Verdi waren etwa 160 der 220 Busfahrer des Unternehmens im Streik.

In Greifswald beteiligten sich nach Angaben der Gewerkschaft 26 Busfahrer an der ganztägigen Aktion. Dort gelang es den Stadtwerken jedoch, drei Busse einzusetzen und den Schülerverkehr am Morgen und am Nachmittag zu sichern.

Keine Streiks am Tag der Zeugnisausgabe

Laut Verdi wird der Busverkehr in Mecklenburg-Vorpommern am Freitag nicht betreikt. Grund sei die Zeugnisausgabe an den Schulen. An einem solchen Tag sollten alle Schüler eine zuverlässige Beförderungsmöglichkeit haben, sagte der Verhandlungsführer von Verdi Nord, Karl-Heinz Pliete. Er bot den Arbeitgebern an, künftig Warnstreiks längerfristig anzukündigen, wenn sie auf Aktivitäten wie Streikbruch-Prämien verzichten. Ansonsten behalte sich die Gewerkschaft weiterhin unangekündigte Warnstreiks vor.

Das will Verdi erreichen

Im Land gibt es seit mehr als drei Wochen Warnstreiks im Nahverkehr. Verdi will erreichen, dass die Kommunalen Arbeitgeber auf die Tarifforderung der Gewerkschaft für rund 1500 Beschäftigte bei der nächsten Verhandlung am 17. Februar in Rostock eingehen. Diese lehnen die Tarifforderung nach 2,06 Euro mehr Lohn pro Stunde und 100 Euro monatlich mehr bisher als „nicht angemessen und nicht kommunal finanzierbar“ ab. Die 100 Euro Plus wären laut Pliete nur ein Angleichungsschritt an die Busfahrerkollegen in anderen Tarifgebieten. So würden Busfahrer in Schleswig-Holstein rund 250 Euro mehr verdienen.

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