Waldbrand auf Usedom gelöscht : Feuer bei Lübtheen gelöscht

Die Gefahr lauert im Boden: In MV sind einige Wälder mit Munition belastat. Nun sollen die Flächen endlich beräumt werden.

Die Gefahr lauert im Boden: In MV sind einige Wälder mit Munition belastat. Nun sollen die Flächen endlich beräumt werden.

Mit Hilfe eines Löschpanzers hat die Feuerwehr den Brand eines Waldstückes bei Lübtheen unter Kontrolle gebracht.

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27. Juni 2019, 08:25 Uhr

Mit dem Abzug der Hitze hat sich auch die Lage bei zwei Waldbränden in munitionsbelasteten Gebieten in Mecklenburg-Vorpommern deutlich entspannt. Wie ein Polizeisprecher am Donnerstag in Neubrandenburg erklärte, haben Feuerwehrleute die Flammen zwischen Peenemünde und Karlshagen auf der Insel Usedom (Landkreis Vorpommern-Greifswald) inzwischen gelöscht.

Im Norden der Insel wurden rund sechs Hektar Wald vernichtet, der Sachschaden wird auf 50 000 Euro geschätzt. Dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehren habe verhindert werden können, dass die Flammen bei der Hitze bis zu 36 Grad auf Baumkronen übergreifen. „Wir sind bei dem Brand nahe Peenemünde mit einem blauen Auge davongekommen“, sagte Kreissprecher Achim Froitzheim. Verletzt wurde niemand.

Im Norden der Insel Usedom waren rund sechs Hektar Wald an einer alten Raketenfertigungsstätte, die 1945 von Alliierten bombardiert worden war, betroffen. Es gab zwar auch Blindgänger unter den  Sprengbomben, aber von denen gehen keine Gefahr aus, da sie 1,50 Meter und tiefer im Sand liegen, wie Froitzheim sagte.

Die Ursache des Feuers sei noch unklar, es werde mögliche Brandstiftung geprüft. Das gesperrte Waldgebiet liegt an der Landesstraße 264 und wird trotz Verbots immer wieder betreten.

Keine Verletzten

Mit Hilfe eines Löschpanzers hat die Feuerwehr inzwischen auch den Brand eines Waldstückes bei Lübtheen unter Kontrolle gebracht. Die Glutnester im betroffenen Waldstück laufen sich aus, offene Flammen gibt es keine mehr. Der Boden hatte auf etwa 6,5 von insgesamt 30 Hektar Waldgebiet Feuer gefangen, wie eine Sprecherin des Landkreises sagte. Durch die hohe Munitionsbelastung müssen Einsatzkräfte Sicherheitsabstände von einem Kilometer einhalten.

Der Löschpanzer hatte Brandschneisen mit Wasser bespritzt und einzelne Glutnester bekämpft. Eine akute Gefährdung für Anwohner in den Dörfern Volzrade und Jessenitz-Werk bestehe weiter nicht.

Der Löschpanzer an der Wasser-Tankstation - sein Einsatz ist umstritten.
Role

Der Löschpanzer an der Wasser-Tankstation - sein Einsatz ist umstritten.

 

Noch bis 12 Uhr war der Löschpanzer im Einsatz, um die Brandschneisen zu wässern. Die Riegelstellung bei Volzrade wird im Laufe des Tages zurückgebaut. Am Morgen waren noch 81 Einsatzkräfte vor Ort. Eine Brandwache sollt bis zum Donnerstagabend noch bleiben und dann von der Bundesforst als zuständiger Behörde übernommen werden.

Landrat Stefan Sternberg dankt allen Einsatzkräften von Feuerwehr, Katastrophenschutz, Polizei und anderen Institutionen für ihren unermüdlichen Einsatz und lobt den schnellen Einsatz des Löschpanzers. Die Brandursache ist bisher unklar.

Waldbrand behindert "Fusion"-Anreise

Am Mittwoch hatte zudem ein Waldbrand bei Fürstenberg an der Landesgrenze Brandenburgs zu Mecklenburg Behinderungen auf der Bundesstraße 96 und im Bahnverkehr zur Folge. Nach Angaben der Deutschen Bahn AG waren sechs Züge zwischen Berlin und Stralsund sowie Berlin und Rostock betroffen, darunter ein Sonderzug zum „Fusion“-Festival nach Lärz. Die Bahnstrecke war 90 Minuten gesperrt.

Wie eine Polizeisprecherin sagte, war das Feuer in der Nachmittagshitze in der Nähe eines wilden Parkplatzes nördlich von Fürstenberg ausgebrochen. Etwa 1,5 Hektar Kiefernwald brannten. Rund 100 Feuerwehrleute konnten den Brand nach knapp vier Stunden bis gegen 20.00 Uhr ganz löschen. Die Brandursache sei unklar.

Verletzt wurde bei den Waldbränden niemand.

Weiterlesen:

Artikel zu den Großbränden in Lübtheen und Groß Laasch im letzten Jahr:

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