Schwerin : Vorstand sieht AWO-Kita auf Mallorca kritisch

Die Kindervilla auf Mallorca
Die Kindervilla auf Mallorca

AWO-Kreisverband Schwerin-Parchim soll bis Mitte 2019 die Sinnhaftigkeit einer Kita in Spanien beweisen.

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29. November 2018, 05:00 Uhr

Der wegen einer Kita auf Mallorca in die Kritik geratene AWO-Kreisverband Schwerin-Parchim soll bis Ende Juni 2019 konkrete Zahlen zur Anwerbung spanischer Erzieher und Sozialpädagogen vorlegen. Gelinge das nicht, sollte das Engagement beendet werden, forderte der AWO-Landesverband MV gestern in Schwerin.

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Der Landesvorstand hatte auf seiner Sitzung am Montag die Antworten zu dem Fragenkatalog und Ergebnisse eines unabhängigen Wirtschaftsprüfers ausgewertet. Danach sei der Betrieb der Kita mit Satzung und Statut vereinbar, hieß es. Auch die Anforderungen an die Gemeinnützigkeit seien erfüllt. Insoweit könne dem AWO-Kreisverband Schwerin-Parchim kein Vorwurf gemacht werden.

Gleichwohl sehen die Mitglieder des Landesvorstandes das Projekt kritisch. „In absehbarer Zeit müssen greifbare Ergebnisse präsentiert werden, die den Aufwand der Kita rechtfertigen“, hieß es.

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„Ich bedauere die große Aufregung über ein eigentlich gut gemeintes Projekt des Kreisverbandes Schwerin-Parchim“, sagte der AWO-Landesvorsitzende Uwe Kunik. Es sei offenbar nicht gelungen, die soziale Komponente dieses ungewöhnlichen Engagements herauszustellen und der Öffentlichkeit zu vermitteln. Daher könne er auch die Bedenken des Bundesverbandes nachvollziehen. „Aus meiner Sicht wäre der Kreisverband gut beraten, sich auf die Belange der Menschen vor Ort zu konzentrieren.“

Die AWO-Kita war vor zwei Jahren eröffnet worden. In der zweisprachigen Einrichtung in Santa Maria arbeiten neben zwei deutschen Pädagoginnen auch zwei einheimische Fachkräfte.

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