Von Couch zu Couch : Von „Kiss“ bis „Über den Wolken“ - Tripod rocken Livestream-Community

Partyband sorgt mehr als eine Stunde lang für beste Stimmung trotz Corona-Distancing - bis zum Abend fast 19.000 Aufrufe auf Facebook-Seiten und Newsportal.

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07. April 2020, 18:23 Uhr

 

"Geil, geil, geil", schreibt EnzoMcFly völlig begeistert in den Kommentaren und auch zahlreiche andere Facebook-User schicken immer wieder virtuelle Beifallsstürme gen Hamburg. Dort nämlich haben Stefan, Henning und Christoph jeder für sich in kleinen Boxen (Sauna-Feeling inklusive) ihre Instrumente aufgebaut und setzen gleich von Beginn an auf Tempo. Die Stimmung bei der zweiten Auflage unseres "Von Couch zu Couch"-Livestreams ist phantastisch, immer mehr Zuschauer starten "Watch-Partys" und locken Freunde an Smartphone, Rechner oder Bildschirm.

Mit kurzen Blicken aufs Handy reagiert das Trio permanent auf Wünsche ihrer Fans - ja, auch mein Wunsch, "Mein Ding" von Udo Lindenberg war gleich zu Beginn dabei. Viielen lieben Dank aus Schwerin an Stefan, Henning und Christoph, die auch lange nach der geplanten Stunde noch Vollgas geben. Musik, das ist ihr Leben, merkt man bei jeder Textzeile - und wie schon in der Ankündigung versprochen, macht TriPod auch vor Frauen-Stücken nicht halt. Diesmal war es Adele.

Mit ihren letzten Songs, "Kiss" von Prince - hier legte Henning allen daheim seine Stimme quasi vor die Couch auf den Boden - und "Quit Playing Games With My Heart" von den Backstreet Boys verabschiedeten sich TriPod. Wie sicher nicht nur wir fanden, viel zu früh! "Es war sooo der Hammer!", schwärmte Bassist Stefan Ehrhardt später beim Abbau. "Nun sind wir aber auch breit - das hat uns geschafft wie sonst fünf Sets."

Bis zum Abend hatte der Livestream insgesamt weit mehr als 15.000 Aufrufe allein auf Facebook zu verzeichnen. Auch über die Webseite schalteten fast 4000 dazu. Am kommenden Freitag, den 17. April, spielt in unserer Reihe ebenfalls ab 18 Uhr die Jazzkombüse Schwerin. "Das wird wohldosierter Jazz mit Pfiff", verrrät Carsten Stotco schon einmal. "Mit Songs von Frank Sinatra, Ella Fitzgerald bis Louis Armstrong, neu arrangiert." Bleiben Sie also gespannt...

Die Partyband 'Tripod' - das sind Jan Henning Walter, Christoph Rosenplänter, Stefan Ehrhardt (v.l.) - ist am Ostersonnabend ab 18 Uhr hier in unserer Livestream-Reihe 'Von Couch zu Couch' zu Gast.
Stefan Weeber
Die Partyband "Tripod" - das sind Jan Henning Walter, Christoph Rosenplänter, Stefan Ehrhardt (v.l.) - ist am Ostersonnabend ab 18 Uhr hier in unserer Livestream-Reihe "Von Couch zu Couch" zu Gast.

Festlegen lassen sie sich nicht - ihr Repertoire reicht von Rock’n-Roll bis Metallica, von Deutsch-Pop bis zum Schlager. „Grob gesehen spielen wir Pop-Rock“, sagte Stefan Ehrhardt und fügt augenzwinkernd hinzu: „Wenn aber einer Helene Fischer will, darf er sich nicht wundern, wenn wir die auch spielen!“ Der 36-Jährige kommt ursprünglich aus Crivitz und ist Bassist der Hamburger Coverband „Tripod“. Und die wiederum ist am Ostersonnabend zu Gast in unserer Livestream-Reihe „Von Couch zu Couch“.

Die Jungs – das sind genauer gesagt Christoph Rosenplänter (Schlagzeug), Jan Henning Walter (Gitarre) und eben Stefan – treten inzwischen schon im neunten Jahr gemeinsam auf. „Wir haben 120 Shows im Jahr“, erzählt Ehrhardt und meint damit alles: Von der Familienfeier mit 30 Leuten bis hin zum Auftritt bei der Kieler Woche vor Tausenden Feierlustigen. „Das macht für uns gerade den Reiz aus. Das wechselt von Tag zu Tag, kein Gig ist wie der andere.“


Bei ihren Auftritten schöpft die Band aus einem Fundus von locker 400 Stücken. Querbeet, versteht sich. „Ein Programm haben wir nie wirklich, wir versuchen, uns einfach den Moment zu nehmen.“ Deshalb macht auch eine Songlist für den Livestream so überhaupt keinen Sinn: „ Das entwickelt sich aus der Situation.“ Okay, dann sind wir mal echt gespannt!

Tripod - wie kam es zu diesem Namen? „Das ist ganz einfach: Wir sind ein Trio und damals war der iPod ,in’, auf denen man die Songs einfach bunt gemixt abspeichern kann. Also haben wir beides zusammengepackt....“

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Gefunden haben sich zunächst Christoph und Stefan, bei einer gemeinsamen Show in der Schweiz. Der eine als Schlagzeuger von „Feuerengel“ - in MV auch bestens bekannt mit ihren buchstäblich heißen Rammstein-Tribute-Shows – und der andere als Tontechniker. Irgendwann haben sich die beiden aber gesagt: „Wenn wir auf dem Hamburger Kiez spielen wollen, brauchen wir noch einen dritten Mann“. Gesagt, getan. Den entdeckte Stefan kurze Zeit später mit Jan Henning bei einem Casting für eine andere Band. „Der ist es“, sagte sich der Bassist. „Kannst Du auch singen?“ Und dann ging es sofort los mit der Partymusik. Inzwischen sind „Tripod“ in ganz Deutschland herumgekommen - von Nord nach Süd, von Ost nach West. „Und immer wieder auch Meckpom!“ Das Kuriose aber ist: Auf den Kiez haben sie es bis heute nicht geschafft. „Es hat sich nie wirklich ergeben.“

Für den Ostersonnabend haben sich Cristoph, Henning und Stefan viel vorgenommen: „Bei uns wird hoffentlich kaum jemand am anderen Stream-Ende auf der Couch sitzen bleiben. Und wir werden die Zuschauer auch auffordern, ihre Anlagen hochzufahren – die Nachbarn sollen schließlich auch was davon haben!“ Musikwünsche nimmt die Band gern vorab auf ihrer Facebookseite entgegen. Da wie auch unter unseren Streams bei Facebook können am Sonnabend auch Ihre „Support“-Fotos gepostet werden. Wir veröffentlichen diese in einer Online-Bildergalerie auf der Webseite. Zuvor aber heißt es am 11. April um 18 Uhr: „Mut zur Lücke - rauf auf die Bühne. Attacke!“

von couch zu couch
 

Alle bisherigen „Von Couch zu Couch“-Auftritte:

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